Seit zehn Jahren gibt es die Wandergruppe der Volkssolidarität Schönebeck. Zehn Jahre, in denen sie mehr als 2000 Kilometer gewandert sind, resümiert der Vorsitzende Rudi Schedler.

Schönebeck l "Wenn wir sagen, wir sind zehn Jahre regelmäßig gewandert, dann ist das für uns eine ganze Menge", sagt Rudi Schedler und blickt in die Runde der Wanderer, die der Gruppe schon seit Jahren die Treue halten. Die längsten Anhänger sind Inge und Fritz Kiel, Erika Keidel, Barbara Lindstedt und Rudi Schedler. Sie sind von Anfang an dabei. 2004 waren sie zu siebt in der Gruppe, zu Höchstzeiten zählte sie 24 Mitglieder, derzeit liegt die Zahl bei 20.

Die Treffen finden monatlich statt. "Wir wandern jeden Monat und bei jeder Witterung", resümiert Rudi Schedler. In dem zurückliegenden Jahrzehnt haben sie etwa 120 Tagestouren absolviert - "auch 120 Gaststätten kennengelernt", merkt der Vorsitzende schmunzelnd an. Denn: Wenn die Gruppe unterwegs ist, wird nichts aus dem Rucksack gegessen. Die Wanderfreunde gönnen sich dann immer den Besuch einer Gaststätte.

Durchschnittlich seien es anfangs 20, jetzt eher 14 Kilometer, die sie mit ihren Touren zurücklegen, zeigt sich Rudi Schedler ganz begeistert von der Leistung. Doch es gehe nicht ausschließlich ums reine Wandern. Er erinnert an die Braunkohlwanderung, an den Wandertag der Volkssolidarität, an die Tour durch Kleingartenanlagen ... Ein besonderes Ereignis sei Jahr für Jahr die Mehrtagesfahrt. "Wir stratzen da nicht nur durch die Gegend, sondern widmen uns Natur und Kultur. Ich weiß nicht, auf wie viele Kirchen wir gestiegen sind und in wie viele Museen wir waren. Jedenfalls hat unsere Gruppe neben den Wanderungen noch einiges mehr zu bieten - nämlich ein Vereinsleben", betont Rudi Schedler.

Und die Wanderer engagieren sich auch sozial. So besuchen sie regelmäßig die Bewohner des Obdachlosenheimes. Immer im Gepäck: Kuchen und reichlich Gesprächsstoff. Einen jüngsten Besuch gab es am Dienstag.

"Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Beine"

Lobende Worte fand Angela Herzog, Koordinatorin für den Regionalverband Elbe-Saale der Volkssolidarität: "Ich bin ganz stolz, bei der Volkssolidarität eine Wandergruppe zu haben. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Beine, um unter der Regie von Rudi Schedler noch viele Touren laufen zu können."

Ans Aufhören denkt Rudi Schedler noch nicht. Obgleich er zugeben muss, dass er durch sein Mitsingen im Shanty-Chor mittlerweile ziemlich gut eingebunden ist. "Meine Frau sagt, mit Zettel geht es ja auch", meint er schmunzelnd und bezieht sich auf die teils wenige gemeinsame Zeit. Dennoch freut er sich auf die kommenden Jahren. "Es ist doch schön, wenn ich sehe, dass das Wandern allen, die dabei sind, Freude macht."

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