"8 aus 56" haben die Museumsleute in Schönebeck eine Aktion genannt, in deren Folge die Motive von Bands aus dem Altkreis Schönebeck auf Briefmarken erscheinen sollen. Wer mag, kann sein Votum geben, indem er auf einem im Museum erhältlichen Zettel acht von 56 aufgeführten Musikgruppen ankreuzt.

Schönebeck-Bad Salzelmen. Ein Bürgervotum ist gefragt im Kreismuseum in Schönebeck. Begleitend zur derzeitigen Sonderausstellung "Ein Leben mit der Musik", hat der Förderverein des Hauses eine Briefmarkenaktion initiiert. Alle Museumsbesucher sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Konkret geht es darum, Bands aus Schönebeck und Umgebung als Motiv auf Briefmarken zu bannen.

Insgesamt dokumentiert die Ausstellung 56 Musikgruppen, die in der Zeit von 1950 bis 1990 Musikgeschichte im Kreis Schönebeck (und darüber hinaus) geschrieben haben. Bekannte Formationen sind darunter, wie etwa Gottes Vieh, Ines & Band oder die Jochen-Müller-Combo. Mit einem vor Ort erhältlichen Stimmzettel kann der geneigte Museumsgast acht Bands ankreuzen. Wer die meiste Zustimmung erhält, wird abgedruckt.

Das hat ein Bernburger Unternehmer zugesichert. Fred Eckelmann heißt er, und er ist der Musik an sich sehr zugetan und außerdem Chef der Bernburger Briefbeförderung GmbH, die mit der Biber Post kooperiert. Beides sind also Konkurrenzunternehmen der Deutschen Post. Dass es Eckelmann ernst meint, hat er während eines Besuches in Schönebeck versichert. Bernburger Musikgruppen sind bereits auf Briefmarken der Briefbeförderung GmbH erschienen (Volksstimme berichtete). Die Auflage ist limitiert.

"Es hängt jetzt von den Schönebeckern ab, wann sie sich für einen Druck entscheiden", so Eckelmann.

Derzeit werden aber erstmal noch Stimmzettel gesammelt. "Die Ausstellung läuft noch bis 31. Januar. Bis dahin ist eine Stimmabgabe möglich", sagte gestern Sven Schumann, der Vorsitzende des Fördervereins des Kreismuseums.

Bislang haben mehr als 100 Personen ihr Votum abgegeben, schätzt Museumsleiter Rüdiger Radicke auf Nachfrage ein. Die Musikerausstellung habe bis zum heutigen Tage viele Interessenten gefunden. "Wir verzeichnen eine um 30 Prozent gestiegene Besucherresonanz. Viele kommen extra wegen dieser Ausstellung", freut sich Radicke. Sehr gut angekommen sei auch das Rahmenprogramm, unter anderem mit Live-Musik im Museumssaal.