Die Zukunft des "Sportpark Glinde" stand auf der Tagesordnung der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Um die Meinung der Bürger zu einer möglichen Umnutzung zu erfahren, wurde eine Einwohnerbefragung ausgewertet.

Glinde l Genau 67,7 Prozent der ab 16 Jahre alten Bürger von Glinde sind dagegen, dass der "Sportpark Glinde" von der "Akademie Lothar Kannenberg" genutzt beziehungsweise erworben wird. (Sie möchte dort ein Erziehungscamp für straffällige Jugendliche einrichten.) Das ergab eine Einwohnerbefragung, die bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates ausgewertet wurde.

"Wir sind jetzt gefordert, uns eigene Gedanken zu machen."

Um die Meinung der Einwohner zu erfahren, hatte der Ortschaftsrat eine aufwändige Aktion gestartet. 232 der befragten 242 Glinder Bürger beteiligten sich daran. Es wurde folgende Frage gestellt: "Ich befürworte die Nutzung der Anlage des Sportparks Glinde (Sporthalle mit Anbau, Sportlerunterkünfte Haus I bis II und VI, Sportlerheim mit Gaststätte, Sportplätze) durch die Jugendhilfeeinrichtung der Akademie Lothar Kannenberg". Die Befragten konnten ihr Kreuz bei "Ja" oder "Nein" machen.

Es wurden 227 gültige und fünf ungültige Stimmen ausgezählt. (Zu letzteren gehörten solche, auf denen die Befragten noch eine Bemerkung geschrieben hatten.) 156 Bürger stimmten mit nein, 71 mit ja.

Ortsbürgermeister Norbert Langoff wertete das als "einhelliges Votum". In dessen Folge wird der Ortschaftsrat ein Schreiben formulieren, das am 22. Mai dem Barbyer Stadtrat übergeben werden soll. Denn der hat das letzte Wort über die Vergabe des Sportzentrums an die "Akademie Lothar Kannenberg".

Norbert Langoff räumte aber auch ein, dass Neinsagen nicht ausreiche: "Wir sind jetzt gefordert, uns eigene Gedanken zur Zukunft des Sportparks zu machen." Konkreter wurde er allerdings nicht.

Der Ortschef informierte über ein weiteres Zukunftsthema: Das Lichtmess-Museum habe gute Chancen, erhalten zu bleiben. Für das Haus sei der Wert durch ein Fachbüro ermittelt worden, dem gegenüber stehe der "Reparaturstau". Es ist im Besitz der Einheitsgemeinde. Um es weiter zu betreiben, hatte sich ein Verein gegründet.

Unter diese Rubrik dürfte auch die demografische Entwicklung fallen: Das Eigenheimgebiet "Lange Morgen" hat noch Bauplätze frei. Das Land gehört der Kirche, die bisher Erbbaupachtverträge anbot.