Schönebeck/Staßfurt l Die Zahl der Arbeitslosen ist im Monat April weiter gesunken. Wie die Agentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, waren im aktuellen Berichtsmonat im Salzlandkreis insgesamt 12561 Personen arbeitslos gemeldet, 1028 weniger als im März und 585 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat März um 1,0 Prozentpunkt auf 12,0 Prozent und um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Ein Rückgang ist auch beim Arbeitslosenbestand Jüngerer (15 bis unter 25 Jahre) um 71 Personen gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen. Der Bestand an Arbeitslosen von 50 und älter liegt bei 5161 Personen und sank damit um 4,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.

Unternehmen meldeten dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bernburg im Berichtsmonat April 422 offene Stellen. Das waren 86 Stellen beziehungsweise 25,6 Prozent mehr als im Vormonat. Aktuell befinden sich 1083 Stellen im Bestand, von denen 1019 sozialversicherungspflichtig sind. Davon sind 889 Stellen unbefristet, das entspricht 87,2 Prozent aller Stellenangebote.

"Der positive, saisonale Trend auf dem Arbeitsmarkt geht im Salzlandkreis weiter. Die Arbeitslosigkeit senkte sich in unserem Kreis prozentual stärker als im gesamten Land Sachsen-Anhalt. Allerdings sind die Älteren nicht die Gewinner dieser Entwicklung, hier ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr im Bestand zu verzeichnen. Die Aufnahmefähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ist quantitativ gegeben, qualitative Anforderungen an den Arbeitsplatz können durch individuelle Förderleistungen angepasst werden", kommentiert Thomas Holz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit Bernburg, die Arbeitsmarktzahlen für den April 2014.

Im Berichtsmonat April meldeten sich 2714 Personen neu oder erneut arbeitslos. Das waren 127 Personen (4,9 Prozent) mehr als im März 2014 und 48 Personen (1,8 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Ihnen standen 3730 Abgänge aus Arbeitslosigkeit gegenüber. Das waren 386 Personen (11,5 Prozentpunkte) mehr als im Vormonat und ebenfalls 185 Personen (5,2 Prozentpunkte) mehr als im Vorjahresmonat.

Der Stellenbestand übersteigt erstmals in diesem Jahr die 1000er-Marke, erklärt der Arbeitsamtleiter näher auf ein Detail eingehend. Demnach ist die Nachfrage insbesondere beim verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Kunststoff- und Holzherstellung, Metallerzeugung- und -verarbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik und den Elektrobereich angestiegen.

Eine Steigerung im Bedarf haben auch Zeitarbeitsunternehmen in diesem Monat signalisiert. Die Gesundheit- und Pflegebranche hat auch weiterhin einen hohen Bedarf an Arbeitskräften. Eine Unterstützung zur Stellenbesetzung für diese Unternehmen kann die individuelle Förderung zur Erlangung von berufsspezifischen Kenntnissen wie der Eingliederungszuschuss sein. "Arbeitgeber sollten auf uns zukommen und wir finden Lösungen", verdeutlicht Thomas Holz den Trend.