Wo einst in der Schönebecker Geschäftszeile Am Stadtfeld Sparkasse und Post untergebracht waren, hat seit 20 Jahren nun die Begegnungsstätte der Volkssolidarität ihr Domizil. Anlass genug zurückzublicken.

Schönebeck l Barbara Lindstädt spricht von einem "großen Glücksfall", wenn sie an ihre Zeit als Leiterin der Begegnungsstätte Am Stadtfeld Schönebeck zurückdenkt. Diese war erst in einer Baracke hinter der Schwimmhalle untergebracht. Doch als die Sparkasse aus der Ladenzeile Am Stadtfeld auszog, zog die Begegnungsstätte dort ein. Barbara Lindstädt bewarb sich und hatte Erfolg. "Ich hatte vorher die Volkssolidarität in Meißen geleitet, somit Erfahrung", erzählt die 64-Jährige. Die Anfangszeit sei aufregend gewesen. Das Angebot der Begegnungsstätte wuchs und wuchs: Essen auf Rädern, Hauswirtschaftspflege, Reiseklub... Schnell sei aus der Stätte mehr als nur ein Treffpunkt für Senioren geworden. "Später haben wir dann noch Räumlichkeiten angemietet, da das Aufgabengebiet immer größer wurde, die Besucherzahl und die Angebote angestiegen sind", blickt die damalige Leiterin zurück und merkt an: "Schön, dass ich die Vielfalt des Angebotes begleiten konnte."

Während Barbara Lindstädt erzählt, schaut Angela Herzog - seit Januar 2012 ihre Nachfolgerin - sie begeistert an. "Ihre ruhige und sachliche Art habe ich immer bewundert. Selbst wenn 100 Leute im Raum sind, ist sie die Ruhe selbst und nimmt sich Zeit für jeden", schwärmt Angela Herzog. Barbara Lindstädt schmunzelt. Sie müsse zugeben, sie habe ein Faible dafür, sich um andere zu kümmern und sie sei ein guter Zuhörer. 18 Jahre lang sei sie mit Leib und Seele Leiterin der Begegnungsstätte gewesen.

Seit 2002 koordiniert Angela Herzog die Verbandsarbeit der Volkssolidarität im Raum Schönebeck. Vor zwei Jahren ist die Begegnungsstätte mit in ihre Verantwortung übergegangen. "Mit Sabina Kühne kümmere ich mich um die Belange der monatlich 1000 Besucher", sagt die 52-Jährige. Derzeit treffen sich dort zwölf Orts- und zwölf Interessengruppen. "Schach ist leider weggefallen. Wir würden es fördern, wenn sich wieder Spieler finden würden... Und es wäre schön, wenn wir wieder einen Chor hätten", sagt Angela Herzog.