Ein jeder Autofahrer kennt es: Nach der ersten harten und kalten Winterperiode gleichen manche Straßen einem Schlachtfeld mit großen Kratern. Die Volksstimme fragte bei der Stadtverwaltung nach, was gegen die Mängel unternommen wird und wann die Instandsetzungsarbeiten beginnen werden.

Schönebeck. "Die abschließende Instandsetzung von Straßenschäden kann erst nach Ende der Frostperiode und dem Beginn von dauerhaften Plusgraden gestartet werden", sagt Christiane Schreiber, Sachgebietsleiterin Tiefbau der Stadt Schönebeck. Auch wenn sich einige Straßen schon jetzt in einem verbesserungswürdigen Zustand befinden, müssen sich die Autofahrer also noch etwas gedulden, denn eine erneute frostige Winterperiode würde bis dato getätigte Wiederherstellungen wieder zunichte machen. Und für die nächsten Wochen ist noch einmal Frost vorhergesagt.

Müssen größere Schlaglöcher also fortan umfahren werden? Nein, meint Christiane Schreiber: "Unfallträchtige Schadstellen, die die Verkehrssicherheit massiv beeinflussen, werden selbstverständlich interimsmäßig auch bereits jetzt repariert." Aus wirtschaftlichen Gründen beschränken sich diese Reparaturleistungen aber lediglich auf Gefahren-stellen wie tiefe Schlaglöcher.

Verständnis der Bürger gefordert

Eine Bestandsaufnahme, an welchen Straßen die Schäden am größten sind, sei bereits in Arbeit, so die Sachgebietsleiterin weiter. Die Dauer der Reparaturarbeiten hängt dann von den tatsächlichen Straßenschäden und deren Umfang ab und kann heute zeitlich noch nicht beziffert werden.

Die Reparaturen an den Straßen werden im Frühjahr nach einer Rangordnung verlaufen. Hauptverkehrsstraßen werden vorrangig behandelt, Schäden in Anliegerstraßen stehen in der Prioritätenliste demnach weiter unten. Das geht leider nicht anders und "hier müssen wir unsere Bürger um Verständnis und auch Geduld bitten", blickt Schreiber auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre zurück.

Ausgeführt werden die Reparaturleistungen vorrangig durch den Städtischen Bauhof. Aber Christiane Schreiber kann schon jetzt einschätzen, dass die im Stadthaushalt 2011 eingestellten finanziellen Mittel nach derzeitigem Kenntnisstand nicht ausreichen werden: "Daher hoffen wir als Stadt, dass wir vom Land oder sogar vom Bund finanzielle Unterstützung erhalten, um wenigstens die am stärksten beschädigten Straßen nicht nur flicken, sondern dauerhaft instand setzen zu können."

Keine Sanierung mit Stadtmitteln möglich

Die notwendig werdende Sanierung kompletter Fahrbahnen sei allein mit städtischen Haushaltsmitteln nicht möglich. Die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Verfügung gestellten 2,2 Milliarden Euro sollen in Deutschland aber vorrangig für die Ausbesserungen der Autobahnen und Bundesverkehrsstraßen verwendet werden. Da wird für die Städte wohl kaum etwas abfallen.

Hinweise der Bürger, an welchen Stellen dringend Handlungsbedarf besteht, nimmt das Tiefbauamt unter der Telefonnummer (0 39 28) 71 04 24 entgegen. Ob die Krater auch beseitigt werden können, ist offen.