Schönebeck l Es sind nur ein paar Kinder in jeder Altersklasse, trotzdem sind sie bereit, alles zu geben. Vor allem, als sie sehen, um was es in diesem Jahr geht. Ein nagelneues Fahrrad steht bereit. Und außerdem eine Kiste voll mit tollen Preisen. Ein neuer Fahrradhelm, Werkzeug, ein Trinkrucksack - all das wartet auf einen neuen Besitzer. "So tolle Preise haben wir zum ersten Mal da", sagt Veranstalter Horst Schäfer vom Friedensfahrtmuseum in Kleinmühlingen.

Das Fahrrad wurde von Tarek Aboul Zahab aus dem Libanon mitgebracht. Er betreibt in Beyruth einen Fahrradladen und nahm an der Großen Friedensfahrt teil. 24. ist er damals geworden - und das Idol von Horst Schäfer. Wegen ihm gründete er das Friedensfahrtmuseum in Kleinmühlingen. Die anderen Preise kommen vom Bund deutscher Radfahrer, mit dem Horst Schäfer erstmalig Kontakt aufnahm.

Überhaupt ist vieles neu in diesem Jahr. In der Vergangenheit traten die Kinder auf der Berliner und Moskauer Straße gegeneinander an. Heute ist es die Salineinsel.

Aufgrund der Streckenverhältnisse müssen die Kinder auf einen Massenstart verzichten. Stattdessen fahren sie nacheinander auf Zeit. "Normalerweise sind immer 50 Kinder mit dabei", erzählt Horst Schäfer. Dass es diesmal nur 27 waren, kann am unbeständigen Wetter liegen.

Eines bleibt aber gleich. Zum Start der Kleinen Friedensfahrt steigen schneeweiße Tauben in den Himmel. Im Anschluss daran starten die Kinder nach ihren Altersklassen durch den Rundkurs. Hier passen rund 20 Erwachsene auf, dass sie sich nicht verfahren oder verletzen. Zu diesem Zweck wurden auch viele Poller auf der Strecke mit Matten umwickelt. So lenkt die Nachwuchsfahrer nichts von der Friedensfahrt ab. Für Horst Schäfer ist eines klar: "Die Kinder sollen Spaß an der Bewegung und dem Wettbewerb bekommen."