"Volljährig" wird das Konzerterlebnis in Zens. Denn zum 18. Mal öffnen Bärbel und Wolf-Michael Feldbach Haus und Hof, um Musikinteressierten einen Hörgenuss zu präsentieren. Gute Laune ist dabei garantiert. Denn Feldbachs bieten immer am Pfingstsonnabend im Rahmen des "Klänge im Raum"-Festivals einen Dixieland-Abend.

Zens l Der Zufall spielt oft die maßgebende Rolle. So auch in Zens, wo seit 18 Jahren Bärbel und Wolf-Michael Feldbach die Hoftür öffnen für Musikinteressierte aus der Region. Denn immer am Pfingstsonnabend findet auf der Terrasse des Feldbachschen Anwesens ein Dixieland-Konzert statt. "Damals wollten wir in der warmen Zeit das Konzert bei uns veranstalten, also wollten wir immer ans Ende des Festivals", erklärt Feldbach. Das war Pfingsten. Und eigentlich ist das eingängig, wenn es heißt, immer zu Pfingsten laden Feldbachs nach Zens ein.

Auf dem Anwesen tummeln sich dann 300 Gäste. Angefangen haben die Zenser Pfingstkonzerte im Rahmen des "Klänge im Raum"-Festivals vor 18 Jahren mit 53 Besuchern. "Ich hatte damals gedacht, dass das so ein oder zwei Jahre lang geht", sagt Wolf-Michael Feldbach. Irrtum. Inzwischen wird das Zenser Konzerterlebnis volljährig. Das heißt: An 18 Pfingstabenden haben Feldbachs künstlerischen Formationen eine Bühne geboten und Kulturfans aus der Region die Tür geöffnet. Dabei traten weit mehr als 18 Musiker auf. Manch ein Gast durfte ein zweites Mal in Zens auftreten (in diesen Fällen war Regenwetter der Grund). Zum anderen wurden die Abende früher von zwei Interpreten gestaltet - so entstand keine Pause.

"Doch wir haben gemerkt, dass die Gäste auch gern mal eine kleine Pause haben wollen", sagt Feldbach, warum heutige Gäste nur noch einen Musiker oder eine Band pro Abend erleben können. Das muss nicht schlecht sein. Denn Feldbachs lassen nicht jeden Musiker auf ihre Terrasse. Da muss schon ein gewisses Niveau her. "Das sind die Gäste gewohnt", sagt der Zenser.

In diesem Jahr erwarten Feldbachs die Gruppe Blamu. "Das sind sechs sympathische Musiker aus Weimar", sagt der Hausherr. Seit 1981 hat sich die Gruppe dem Dixieland verschrieben. Dazu paart sich die Musik der 1930er Jahre. "Ein Höhepunkt ist der dreistimmige Gesang", schwärmt Feldbach. Zens wird sich bei "Blamu" dann in die Auftrittsliste neben Mexiko und Brasilien einordnen. Apropos Dixieland. Wie sind Feldbachs überhaupt auf diese Musikrichtung gekommen? Auch hier spielt der Zufall wieder seine Rolle. "Anfangs wurden die Konzerte von der Organisationsgruppe des Festivals bestimmt", blickt Feldbach zurück. So wurde das erste Konzert in Zens von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie gestaltet, das zweite hatte das Thema Operette, das dritte bot italienische Klassik. "Und das vierte war dann Dixieland", sagt er.

Diese Swing-Big Band-Musikrichtung habe dem Paar gefallen und auch die Stimmung auf dem Hof sei hervorragend gewesen. "Inzwischen hatten wir uns auch in der Organisationsgruppe etabliert, so dass wir dann unseren Wunsch äußerten, dass wir nur noch Dixielandmusik haben wollen", sagt Feldbach. Seither liegt die Künstlerauswahl für den Pfingstsonnabend in Zens komplett bei dem Paar. Und einen Fehlgriff gab es noch nie.

Übrigens haben Feldbachs noch weitere Besonderheiten, die für sie sprechen - am Konzertabend stellen regionale Künstler auf dem Hof aus. "Es ist gar nicht so einfach, einen Künstler zu finden, der seine Werke für nur einen Tag und dann noch unter freiem Himmel zur Verfügung stellt", sagt Feldbach. Bisher ist es dem Paar aber immer geglückt. Am 7. Juni werden Bilder zum Thema Musik von Karin Hamann zu sehen sein. "Und in gewohnter Weise werden die Heimatfreunde wieder Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und Zwiebelkuchen anbieten", kündigt der Hausherr an.

Blamu" treten am 7. Juni, Pfingstsonnabend, in Zens auf. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt beträgt acht Euro.