"Das ist Rekord". Roland Halang vom Heimatmuseum Ilberstedt hatte sich im Januar an die Städte im Salzland gewandt mit der Bitte, Kaffeekannen für eine große Sammlung beizusteuern. Die Schönebecker spendeten den größten Posten.

Schönebeck l Nicht schlecht gestaunt hat Roland Halang, als er im soziokulturellen Zentrum "Treff" eine kleine Zuarbeit abholte. Die bestand aus 240 Kaffeekannen und ist eine Spende der Schönebecker für das Heimatmuseum in Ilberstedt. Eine großzügige Spende, wie Halang sogleich bemerkte. Er tourt derzeit zusammen mit seinem Vereinskollegen Ulf Johann durch den Salzlandkreis. Im Januar nämlich ging von Ilberstedt aus die Bitte an alle Städte im Salzland, Kaffeekannen, wahlweise auch Teekannen, für eine große Sammlung zur Verfügung zu stellen.

In Bernburg kamen 140 Kannen zusammen, in Aschersleben 120, 90 in Calbe, 80 in Staßfurt. Besonders fleißige Kannenspender waren also die Schönebecker, die - nach zwei Aufrufen in der Volksstimme - wie gesagt 240 Stück dieses Geschirrs im "Treff" abgaben.

"Anfangs war die Resonanz eher gering. Aber nach dem zweiten Aufruf ging das so richtig los", berichtet Treff-Leiter Helmut Huppertz. Allein der ehemalige Stadtrat Hermann Srb kam mit 60 Kannen im Gepäck des Weges, die er in sechs Kisten antransportierte. Apropos Kisten: Die gingen Halang und Johann aus. Sie mussten Schönebeck zweimal ansteuern, um sämtliche Kannen nach Ilberstedt zu bringen.

Im dortigen Heimatmuseum entsteht gerade eine der weltweit größten Kaffeekannen-Sammlungen. In der ehemaligen Schule der Gemeinde reihen sich in einem 35 Meter langen Flur bereits mehr als 900 Exponate auf. Zusammengetragen hat Halang bisher mehr als 2000 Kannen. "Alle werden mit einer Nummer erfasst und katalogisiert", versichert er. Sofern die Namen bekannt sind, will er jedem Spender ein Dankeschönschreiben schicken.