Barby (tli) l Der Auftakt zur Konzertreihe 2014 der Evangelischen Kirchengemeinde setzte Freitagabend Maßstäbe. Musikdirektor Thorsten Pech (Orgel) und Uwe Komischke, Professor für Trompete, spielten "Romantische Impressionen".

Zu Beginn des gut besuchten Konzertes lobte Thorsten Pech die Qualität der Rühlmannorgel in der Marienkirche: "Wir haben unser Programm extra für dieses spätromantische Instrument zusammengestellt."

Pech bewies gleich beim ersten Musikstück, was in der 2005/06 aufwändig sanierten Rühlmannorgel steckt. "Prayer of St. Gregory" des Amerikaners mit armenisch-schottischer Abstammung Alan Hovhaness (1911-2000) kam gewaltig daher. Was auf "leisen Sohlen" begann, schwoll beim Tutti auf "maximalen Sound" heran, dass es den Staub vom Barockprospekt fegte.

Pech und Komischke spielten die anspruchsvollen, bisweilen recht eigenwilligen Werke mit viel Einfühlungsvermögen und großer Ausdruckskraft. Höhepunkt des Konzertes war das "Fantasia pro Pace" mit dem berühmten Luther-Choral "Eine feste Burg", das aus der Feder von Thorsten Pech stammt. Die thematische Grundlage dieses Werkes bildete die Auseinandersetzung mit dem Friedensgedanken in friedloser Zeit. Das Jahr 2003, in dem Pech es schrieb, war geprägt durch Kriege in der Welt, insbesondere den Irak-Krieg.

Am 2. Juli wird die Orgel erneut im Mittelpunkt stehen. Dann sitzt Matthias Müller an Manual und Pedal, der spanische Tenor Pedro Cuadrado wird im Rahmen des 9. internationalen Rühlmannorgel-Festivals singen.

 

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