Schon seit Jahren sind die Jugendlichen des Skaterparks Schönebeck auf der Suche nach Sponsoren, um die maroden Rampen auf Vordermann zu bringen. Nun endlich hat es geklappt.

Schönebeck l "Ich dachte, der Skaterpark wird abgerissen", erinnert sich Justin Hillert knapp drei Wochen zurück, als die erste marode Rampe auf dem Skaterpark in Schönebeck abgebaut wurde. Der 19-Jährige ist fast täglich auf den Anlagen und Rampen zu finden. Mit seinem BMX-Rad vollführt er dabei manch riskante Sprünge. Doch gerade in letzter Zeit wurde dies immer gefährlicher. An den Rampen nagt der Zahn der Zeit. Manche von ihnen sind fast 20 Jahre alt.

Trotz der steten Reparaturen und Pflege durch die Jugendlichen selbst war der Verfall nicht mehr aufzuhalten. Auch die jahrelange Suche nach Sponsoren, um die Rampen zu erneuern und zu restaurieren, blieb erfolglos. Bis jetzt!

Der Verein Rückenwind hat sich tat- und finanzkräftige Unterstützung durch die Stadtwerke Schönebeck, die Wohnungsbau Genossenschaft Schönebeck und der Firma Metallbau Henschel aus Tornitz ins Boot geholt. Und so müssen die Rampen nicht abgerissen werden - sie werden erneuert!

Und das freut natürlich auch Justin: "Wir alle hier sind sehr dankbar! Wir hatten nicht mehr damit gerechnet, dass die Anlagen irgendwie gerettet werden könnten. Wir dachten wirklich, das war`s."

Die erste neue Rampe wurde am Freitag ihrer Feuertaufe unterzogen. Im Rahmen des Bundesprojektes "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" organisierte der Schönebecker SC ein "Urban Sports"-Event. Dabei wurden von 14 bis 18 Uhr Workshops in und vor der Franz-Vollbring-Sporthalle angeboten. Quasi über Stock und Stein ging es in der Halle beim Parcours. Unter Anleitung von Teamern des Vereins "5 Elemente" lerneten die Jugendlichen so manchen Trick. Dieses Angebot diente zum Kennenlernen des Sports und als Auftaktveranstaltung - es soll nun regelmäßig ein Parcours-Laufen geben.

Vor der Sporthalle hatten sich ebenfalls zahlreiche Jugendliche eingefunden, um die neue Rampe einzuweihen. Die Freude war groß. "Endlich aus Metall", freute sich nicht nur Justin Hillert. Insbesondere alle Skater hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Da die Rampe aus Metall ist, müssen sie keine Angst mehr haben, mit ihren kleinen, harten Rädern und Rollen etwas kaputt zu machen.

In den kommenden Wochen und Monaten wird nach und nach eine Rampe nach der anderen ersetzt werden. "Wir haben Zeichnungen gemacht, was wir uns so vorstellen könnten - eventuell wird einiges davon umgesetzt. Mal sehen, was daraus wird", sagt Justin und freut sich auf den heutigen Mittwoch - denn da soll die nächste Rampe kommen.

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