Die Pfingstferien haben 19 Mädchen und Jungen aus dem Altkreis Schönebeck im Fußballcamp der St.-Jakobi-Gemeinde verbracht. Neben den sportlichen Tricks ging es auch um Teamgeist, faires Spiel und das Übernehmen von Verantwortung.

Schönebeck l Alles dreht sich um das runde Leder - nicht nur bei der Fußball-Weltmeisterschaft, die bald wieder alle in ihren Bann ziehen wird. Auch in Schönebeck haben sich in der vergangenen Woche Gott und die Welt mit der beliebten Sportart beschäftigt. Und zwar fast im wahrsten Sinn des Wortes. Denn die St.-Jakobi-Gemeinde hatte Kinder und Jugendliche aus der Elbestadt und Umgebung zum Fußballcamp eingeladen. Bereits zum achten Mal bringen die Christen auf diese Art junge Menschen in den Pfingstferien zusammen.

"Wir verknüpfen das Christentum mit dem Sport", sagt Gemeindepädagoge Tobias Müller. Das soll natürlich nicht heißen, dass Kinder hier zur Religion bekehrt werden. "Vielmehr wollen wir, dass die Kirche als offen für alle wahrgenommen wird", erklärt Müller. 19 Mädchen und Jungen aus Schönebeck, Barby und Bördeland haben dieses Angebot in der vergangenen Woche genutzt. "Rund die Hälfte ist christlich und ebenso ungefähr die Hälfte engagiert sich bereits im Fußballverein", benennt er die bunte Mischung. Zwischen sieben und zwölf Jahre sind die Teilnehmer alt.

Täglich haben sie sich auf dem Rasenplatz des Schönebecker Sportvereins an der Barbarastraße zum Auspowern getroffen. Angeleitet wurden sie von Michael Zimmermann, Fußballtrainer aus Sachsen. "Ob Slalomlaufen oder Torschießen, die Kinder haben jegliche Kniffe und Tricks des Spiels kennengelernt", umschreibt Müller das Training. Zum Abschluss der sportlichen Woche duellierten sich die jungen Teilnehmer mit den "Aufpassern". Das Ergebnis: unentschieden.

Den 19 jungen Teilnehmern gegenüber standen 13 Helfer. "Das ist ebenso ein Ziel unseres Camps, dass die älteren Jugendlichen als Helfer lernen, Verantwortung zu übernehmen", erklärt der Gemeindepädagoge weiter. Sie trainieren daher das Arbeiten im Team und die Betreuung von Kindern.

Nun können alle wieder die Füße hochlegen - denn am Freitagvormittag hieß es für die Camper Abschied nehmen. In Erinnerung bleiben sich die täglichen zwei Trainingseinheiten. Und unvergessen werden die Übernachtungen sein. Denn zum Camp dazu gehört das Zelten auf dem Gelände der Jakobi-Kirche am Breiteweg.

"Das Fußballcamp der St.-Jakobi-Gemeinde verbindet."

Und was Tobias Müller noch wichtig ist: "Nach dem Abendbrot haben wir Gespräche geführt zum Beispiel zu Teamgedanken und fairen Spiel." Also ging es nicht nur ums Bolzen, sondern auch darum, geistig ein wenig reifen zu werden - das Fußballcamp der St.-Jakobi-Gemeinde verbindet eben. So wie es das runde Leder ja weltweit auch schafft.