Das Wissen rund um die Feuerwehr an den Nachwuchs vermitteln - das macht Christian Werner Spaß. Deshalb ist der Elbenauer voller Engagement dabei, sein Amt als Schönebecks Stadtjugendwehrwart auszuüben.

Elbenau l Christian Werner hat vor drei Jahren ein neues Steckenpferd für sich entdeckt: die Feuerwehr. Engagiert verfolgt der 29-Jährige sein Ziel. So engagiert, dass er mittlerweile sogar Stadtjugendfeuerwehrwart von Schönebeck mit Ortsteilen ist und damit "Herr" über etwa 100 Kinder, die Feuerwehrmann/-frau werden wollen. Er löst Christian Fügner ab. Doch von Anfang an: Der gebürtige Magdeburger zieht 2009 mit seiner Frau nach Elbenau. 2011 erleben sie das Hochwasser mit, er übernimmt Deichwachen. "Die ersten Augenblicke, die ersten Gespräche waren so gut. Da bin ich dann öfter zur Feuerwehr gegangen und haben recht schnell den Aufnahmeantrag unterschrieben", erinnert sich Christian Werner. Der Zusammenhalt sei es gewesen, den er vermisst und in der Feuerwehr wiederentdeckt habe.

Ausbildungsmarathon absolviert

Für ihn war auch klar, dass er sich aktiv mit einbringen will - und besuchte Lehrgänge: Truppmann I und II, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Jugendgruppenleiter, Rechtsgrundlagen. Ein straffes Programm, das er aber gern absolviert hat. In seiner Heimatwehr Elbenau ist er seit 2012 stellvertretender Jugendwart. Seit kurzem bekleidet der 29-Jährige auch das Amt des Stadtjugendwehrwartes. Wie kommt es? "Wenn Arbeit zu vergeben ist, schreie ich hier", erklärt Christian Werner schmunzelnd. Seine Aufgabe ist es, in regelmäßigem Kontakt mit den Jugendwarten der Jugendfeuerwehren der Stadt Schönebeck zu stehen. Er will da sein, wenn es Gesprächsbedarf gibt, hilft beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen, koordiniert gemeinsame Veranstaltungen. Er will Sprachrohr der Jugendwehren gegenüber den Wehrleitern und der Stadt sein. Er will einen engeren Zusammenhalt der Jugendwehren. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits gegangen. Christian Werner hat im Internet eine Plattform für Absprachen eingerichtet, auf der alle Stadt-Jugendwarte Zugriff haben. "Bis jetzt ziehen alle mit", freut er sich.

Eines seiner dringlichsten Anliegen: ein Fahrzeug nur für die Jugendwehren, mit dem der Nachwuchs zu Wettkämpfen, Veranstaltungen und zur Ausbildung gefahren werden kann. "Dafür will ich mich stark machen", betont Christian Werner.

"Löschangriff nass" in Ranies

Daneben bereitet er derzeit den "Löschangriff nass" der Stadt-Jugendwehren vor. Dieser findet "endlich mal wieder" statt. Und zwar am Sonnabend, 5. Juli, in Ranies. "Da freuen wir uns schon sehr drauf. Viele Jugendwehren bereiten sich schon vor und üben fleißig", weiß er.

Seine Maxime: "Es kommt später keiner aus Bernburg hierher und sagt, er will hier in der Feuerwehr mitarbeiten. Deshalb müssen wir sie den Menschen vor Ort so attraktiv wie möglich machen. Und da fängt man am besten schon bei den Kindern und Jugendlichen an."