Der Name des Festivals "Klänge im Raum" müsste für Zens umgewandelt werden in "Klänge im Garten". Hunderte Besucher zog es in das idyllische Gartenreich von Wolf-Michael und Bärbel Feldbach. Sie freuten sich auf einen kurzweiligen Abend bei Dixieland-Musik - zu recht.

Zens l Es war nicht nur ein Konzert, zu dem Bärbel und Wolf-Michael Feldbach eingeladen hatten. Es war mehr als das. Eher ein abendliches Rund-Um-Paket mit guter Musik, leckerem Essen, sommerlichem Freiluft-Ambiente und vielen netten Menschen, teilweise jahrelange "Stammkunden". Wer das weiß, versteht auch, warum an diesem Abend die umliegenden Straßen zugeparkt waren. Für diese musikalischen Stunden schnellte die Einwohnerzahl von Zens rekordverdächtig in die Höhe. Etwa 300 Gäste wollten einen kurzweiligen Abend genießen - und kamen auch voll auf ihre Kosten.

Für Hans-Jörg Simon, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, ist das ein "normales" Bild. "Hier ist es eigentlich immer voll. Im Rahmen des Festivals ist das immer die bestbesuchteste Veranstaltung." In den vergangenen Jahren habe sich herausgestellt, dass Dixieland-Musik dorthin bestens passe. "Toll, dass Feldbachs das so stemmen. Mittlerweile zum 18. Mal," betont er anerkennend. Doch Simon weiß auch, dass die Veranstaltung im Freien vom Wetter abhängig ist. Dieses Mal hätte es besser nicht sein können. "Ich erinnere mich aber auch an Hagel und Regen. Es ist auch schon einmal Glühwein ausgeschenkt worden", erinnert er sich.

Auch Bernd Klinkhardt, der Chef der Band Blamu aus Weimar, ist von Zens beeindruckt: "Haben Sie schon mal einen so vollen Garten gesehen? Toll!" Er habe den Eindruck, dass die Leute auch zu schätzen wissen, was ihnen geboten werde. "Ich sehe überall freundliche Gesichter, Menschen, die relaxen", freut sich Klinkhardt. Und sein Eindruck soll ihn nicht täuschen. Mitten im Gespräch klopft ein Mann ihm beim Vorbeigehen auf die Schulter und sagt: "Ihr macht schöne Musik, echt toll." Was will ein Musiker mehr ...

Die Besucher bekommen von der Band, die sich dem Dixieland verschrieben hat, allerlei schönes zu hören: von Klassikern bis zu modernen Stücken. Die Musiker eröffnen ihr Programm übrigens mit dem Radetzky-Marsch. Warum? "Damit wird das Publikum auf alle Fälle immer munter", sagt er und schmunzelt.

Damit die Besucher nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch verwöhnt werden, dafür sorgen seit Jahren nun schon die Mitglieder des Heimatvereins Zicken-Zens. "Wir hören gern die Musik hier und bringen uns wirklich gern mit ein", sagt Volker Jungnickel. Halfen sie in der Anfangszeit mit vier bis fünf Mitgliedern aus, rücken sie mittlerweile mit 10 bis 15 fleißigen Helfern an. "Wir wollten unterstützen. Nun ist die Veranstaltung in Feldbachs Garten ein Selbstläufer geworden", betont Uwe Schedler von den Heimatfreunden. Und darüber ist nicht nur er glücklich - so viel steht nach diesem wieder einmal gelungenen Abend - fest.

   

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