Weil die kleine Kirche in Elbenau immer mehr verfiel, sind seit den 1970er Jahren hier keine Konfirmationen mehr gefeiert worden. Die große Pause hielt an bis zum Pfingstsonntag 2014.

Elbenau l Die Konfirmation am Pfingstsonntag war in der Elbenauer Fachwerkkirche die erste seit etwa 40 Jahren. Den Erinnerungen der anwesenden Gemeindemitglieder nach muss die letzte zuvor 1973 oder 74 gewesen sein. Wegen des zunehmenden Verfalls der Elbenauer Kirche fanden diese Feiern später in Schönebeck statt. Pfarrer Johannes Beyer freute sich, dass nach der Sanierung der Kirche nun endlich auch in Elbenau wieder Jugendliche ihre Konfirmation feiern konnten.

Als Erinnerung daran wurde im Kirchgarten ein Baum gepflanzt. Andreas Eberle, Vater eines der Konfirmanden, sagte dazu: "Die Idee kam von uns Eltern. Wir wollten etwas haben, worauf die Jugendlichen noch Jahre später zurückblicken können". Für die Elbenauer Kirche wurde ein rotblättriger Zierapfel ausgewählt, den die Konfirmanden nach dem Gottesdienst eingruben. Im dunklen Anzug und bei der Sommerhitze des Pfingstwochenendes eine schweißtreibende Tätigkeit - auch wenn die Pflanzgrube bereits vorbereitet war.

Eine Silberlinde für die St.-Jakobi-Kirche, woher zwei der Konfirmanden kamen, stand derweil noch in einem Kübel neben dem Altar. Für Pfarrer Beyer ein willkommener Anlass für einen Vergleich der Wurzeln des Baumes mit dem Glauben des Menschen. Und für einen Ausblick in die Zukunft der Konfirmanden: "So wie der Baum nicht ewig im Pflanz- kübel leben kann, braucht auch ihr immer mehr Platz. Auch wenn ihr euer Elternhaus verlassen werdet, um euch weiter entwickeln zu können, habt ihr Eure Wurzeln immer bei Euch", gab er ihnen mit auf den Weg.