Wer sich für die Ausbildung zum Sozialassistenten oder Kinderpfleger interessiert, der ist an der Berufsbildenden Schule Schönebeck-Frohse genau richtig. Neben vielen anderen Möglichkeiten werden diese beiden Ausbildungen im pädagogischen Bereich angeboten.

Schönebeck l Derzeit werden an der Berufsbildenden Schule Schönebeck-Frohse (BBS) 87 Schüler zum Kinderpfleger und 64 Schüler zum Sozialassistenten in zwei Jahrgängen ausgebildet. Die schulische Ausbildung beträgt jeweils zwei Jahre und der "ältere" Jahrgang hat gerade die schriftlichen Prüfungen hinter sich gebracht. Derzeit laufen noch die praktischen Prüfungen.

Darauf bereiten sich auch Laura Frost und Chris Graeser vor. Die beiden Schönebecker haben sich für eine Ausbildung zum Sozialassistenten an der BBS entschieden. Die Volksstimme hat die beiden 19-Jährigen gefragt, warum sie sich dafür entschieden haben und wie die Ausbildung aussieht.

Volksstimme: Warum habt ihr euch für eine Ausbildung zum Sozialassistenten entschieden?

Laura: Ich bin gern in der Umgebung von Kindern und so lang ich denken kann, wollte ich schon immer Erzieherin werden. Dafür brauche ich aber zuvor die Ausbildung zum Sozialassistenten.

Chris: Bei mir war es eher eine Notlösung. Ich hatte eine Ausbildung zum Verkäufer angefangen, dann aber abgebrochen. Es war einfach nicht meins - manchmal braucht man länger, das zu erkennen. Die jetzige Ausbildung war aber die richtige Entscheidung. Es macht viel Spaß und ich werde danach auch noch den Erzieher machen. Ich rechne mir da auch gute Chancen aus, später einen Jobs zu finden, da männliche Erzieher eher selten sind.

Wie sieht die Ausbildung aus, was beinhaltet sie? Welchen Schulabschluss muss ich haben?

Laura: Also die Ausbildung geht zwei Jahre. Dabei hat man an drei Tagen in der Woche schulische Ausbildung und an den zwei anderen Tagen praktische.

Chris: Um die Ausbildung anzufangen, braucht man einen Realschulsabschluss. Beim Kinderpfleger reicht aber schon ein Hauptschulabschluss.

Macht der theoretische Teil Spaß? Welche Fächer hat man da?

Laura: Naja, ich mag eher den praktischen Teil. Aber ohne die Theorie geht`s halt nicht. Psychologie fand ich spannend.

Chris: Jedes Fach hat seine Reize. Es gibt alle möglichen Fächer - zum Beispiel Gesundheitslehre, Ernährungslehre, Rechts- und Berufskunde, aber auch Mathe, Wirtschaft und Datenverarbeitung.

Wie sieht der praktische Teil aus?

Laura: Den absolviert man in einer sozialen Einrichtung wie zum Beispiel in einem Jugendclub, in einer Kita, in Behinderten- oder Altenheimen oder in einem Hort.

Wo habt ihr eure praktische Ausbildung gemacht?

Laura: Ich war zu erst bei einer privaten Kindertagesmutter. Ich habe dann aber gewechselt, um in mehrere Gebiete hereinzuschnuppern. Jetzt bin ich im Jugendclub Young Generation.

Chris: Laura und ich gehen schon seit Jahren in den Young Generation. Da bot es sich natürlich an, hier die praktische Ausbildung zu machen.

Wie sieht eure Arbeit im Jugendclub aus?

Laura: Wir fangen um 12 Uhr an. Zuerst wird sauber gemacht. Und dann überlegen wir, was wir mit den Kindern machen, sobald sie kommen.

Chris: Um 14 Uhr öffnet der Club seine Türen für die Besucher. Wir spielen dann natürlich sehr viel mit den Kindern, aber bieten ihnen auch Hausaufgabenhilfe an. Trixi Ziener, die Leiterin des Clubs, ist uns bei unserer Arbeit und bei der Ausbildung eine wirklich große Hilfe.

Laura: Ja, sie ist eine liebe Mentorin. Fair, gerecht aber auch streng!

Was ist das Besondere an der Arbeit mit Kindern?

Laura: Es ist einfach wunderbar, zu merken, wenn die Kinder Vertrauen zu einem aufbauen. Hier sind auch sehr viele Kleinstkinder, und am tollsten ist es, wenn ein Kind zum ersten Mal meinen Namen sagt.

Chris: Wenn die Kinder einfach etwas für mich malen oder basteln, dann merke ich, dass ich mich für die richtige Ausbildung entschieden habe.