Calbe l Jetzt ist die Zeit, in der sich die Übernachtungsanmeldungen bei Olaf Schmitt wie bei einer Perlenschnur aneinanderreihen.

Radtourismus als verlässliche Einnahmequelle

"Erst vor kurzem hatte ich 14 Radfahrer auf einmal bei mir zu Gast", sagt der Calbenser. Seit zwei Jahrzehnten betreibt er neben seiner Sauna Am Lorenz auch eine Pension, mit drei Einzel- und vier Zweibettzimmern. Radwanderer gehören vor allem in den vergangenen Jahren zum festen Bestandteil seiner Gäste. Die Tendenz des Radtourismus sei steigend, meint der Unternehmer, der im Radtourismus eine feste Einnahmequelle für Calbe sieht.

"Die Saison begann in diesem Jahr wegen des Wetters verhältnismäßig spät", sagt Schmitt.

Stadt will Radwanderer in Calbes Innenstadt leiten

Bei ihm übernachten vor allem Radler, die den insgesamt 427 Kilometer langen Saaleradwanderweg von Bayern über Thüringen nach Sachsen-Anhalt entlang fahren. Die klassische Tour sei dabei von der Quelle in Richtung Mündung immer flussabwärts.

Aus zahlreichen Gesprächen mit seinen Gästen sei ihm aufgefallen, dass sich diese Routenführung ändere. So komme es durchaus vor, dass Pedalritter vom Elbradweg flussabwärts kommen und über den Saaleradwanderweg "bergauf", also flussaufwärts, zum Zielort fahren. "Auch Boderadwanderer beziehen die Saale vermehrt mit ein", sagt Olaf Schmit.

Der wachsenden Bedeutung des Radtourismus stellen sich auch die Stadtverantwortlichen, die mit der Präsenz der Stadt in Radfahrkarten oder Freizeitführern für einen Besuch wirbt.

Da der offiziell ausgeschilderte Saaleradwanderweg von Wedlitz kommend über Tippelskirchen nach Schwarz führt, soll eine alternative Ausschilderung die Radwanderer verstärkt durch die Innenstadt von Calbe locken.

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