Schönebeck l Vor ziemlich genau einem Jahr befand sich ganz Sachsen-Anhalt im Ausnahmezustand. Eine der Regionen, die am schlimmsten vom Hochwasser 2013 betroffen waren, war die Stadt Schönebeck. Zu spüren bekamen das auch die Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt. Rund um die Uhr leisteten die Frauen und Männer zahllose Doppelschichten, um die Stadt vor dem Schlimmsten zu bewahren. "Das hat meine höchste Anerkennung verdient", findet auch Oberbürgermeister Bert Knoblauch, der nun die fleißigen Helfer mit der Flutnadel des Landes Sachsen-Anhalt ehrte. 32 Mitarbeiter trafen sich am Bootshaus Delphin direkt an der Elbe, um, wie jedes Jahr, das Sommerfest zu feiern. "Für mich die perfekte Gelegenheit und der perfekte Ort, um solch eine Ehrung vorzunehmen", erklärte Andreas Becker, stellvertretender Sachgebietsleiter Grünanlagen, der sich besonders über die Anerkennung freute. Vor einem Jahr hätten wir hier nicht sitzen können und heute können wir fast durch die Elbe durchlaufen", bemerkte Becker lächelnd. Er denke auch heute noch oft zurück und erinnere sich an die langen Schichten, in denen er und seine Kollegen Sand schleppten und alles dafür taten, dass ihre Stadt nicht durch das Wasser zerstört wird.

Diese Leistung weiß auch OB Knoblauch zu schätzen. "Ohne die Hilfe des Bauhofes hätten wir nicht mal die ersten Tage der Flut überstanden", betonte OB Knoblauch weiter. Auch Bauhofleiter Werner Herrler zeigte sich stolz auf seine Mitarbeiter. "Das haben sich alle redlich verdient", erklärte er. Nach kurzen Worten der Anerkennung war es dann soweit - die Ehrennadeln wurden verliehen. Gruppenweise traten die Mitarbeiter an, um die Ehrung in Empfang zu nehmen. In der zweiten Gruppe freute sich Andreas Becker sichtlich über die Anstecknadel. "Die bekommt einen besonderen Platz in der Vitrine neben den Medaillen der Dickboot-Wettkämpfe", berichtete er stolz.

Seit acht Jahren fahren Mitarbeiter des Bauhofs in ihrer Freizeit mit den Paddelbooten, in denen zwölf Leute Platz haben. "Beim letzten Wettbewerb haben wir die Silbermedaille gewonnen", erzählt Herrler.

Nachdem die Kräfte der Feuer- und der Wasserwehr bereits für ihre Arbeit geehrt wurden, waren die Mitarbeiter des Bauhofs die letzten, die nun an der Reihe waren.

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