Zens l Das Fest in grün-gelb lockte dutzende Bördeländer am Sonnabend auf den Sportplatz des Ortsteils Zens. Die Heimatfreunde Zicken-Zens hatten zum Heimatfest geladen und in emsiger Arbeit ein rundweg gelungenes Programm auf die Beine gestellt. Selbst Petrus spielte weitgehend mit, wartete mit dem Regen bis zum Ende der Bauernolympiade, um dann auch beim Fackelumzug wieder ruhiges Wetter bereitzuhalten.

"Das hat allen trotzdem viel Spaß gemacht."

Der Höhepunkt zog wie in jedem Jahr die meisten Besucher an, die sich die Zenser "Sportarten" nicht entgehen lassen wollten. Tatsächlich erwies sich an diesem Tag der kühle Taktiker im Vorteil. So wissen erfahrene Bauernolympioniken, dass die mit Mist gefüllte Schubkarre aus nachvollziehbaren Gründen von Runde zu Runde leichter wird. Wer den Blick zu den Wolken hob, sputete sich zudem beim Gummistiefelweitwurf, denn gegen Ende des Wettbewerbs sorgten kräftige Böen für den einen oder anderen Querschläger. Blieben noch die Milchkannen, die aber ohnehin immer schwerer werden, je länger die Runde dauert. Die Sieger (siehe Info-Kasten) wurden am Abend gekürt und mit den entsprechenden Ehren bedacht. Dabei kamen die Olympioniken auf die Plätze, die in den drei Disziplinen Schubkarrenrennen, Gummistiefelweitwurf und Milchkannenrennen in ihren Altersklassen die besten Punkte geholt hatten.

Während diese Wettkämpfe noch weitgehend im Trockenen ausgeführt werden konnten, machte der Regen dem großen Tauziehen einen Strich durch die Rechnung. Aber die Zenser ließen sich durch das Wetter nicht einschüchtern, im Gegenteil: Die Kinder, Jungen gegen Mädchen, haben das Tauziehen in kleinerer Runde auf der Terrasse ausgetragen. "Das hat allen trotzdem viel Spaß gemacht", sagt Kerstin Seiler von den Heimatfreunden Zicken-Zens. Als taffe Vereinschefin ist sie besonders stolz, dass die Mädchen beim Tauziehen gewonnen haben.

Gute Stimmung herrschte schon den ganzen Tag, für dessen zünftigen Auftakt die Schalmeien aus Kleinmühlingen beim Weckumzug sorgten. 19 Kinder und 7 Erwachsene traten dann zur gemeinsam mit dem Radsportmuseum Kleinmühlingen organisierten Kleinen Friedensfahrt in die Pedalen. Abgesichert durch die freiwillige Feuerwehr kam jeder wieder heil ins Ziel und insbesondere die älteren Kinder lieferten sich ein spannendes Rennen.

Der Nachmittag bot dann für jeden Geschmack etwas. So konnte man sich bei den Eggersdorfer Schützen das Zielwasser mit der Armbrust verdienen. Den gespannten Faden mit dem Pfeil zu treffen, erwies sich allerdings kniffliger als gedacht. Mit ihren Auftritten bereicherten die Tanzgruppe Campary und die Kindertagesstätte Bördegeißlein die Kaffeerunde, ehe der Hypnotiseur Sam alias Enrico Peters übernahm. 20 Freiwillige versetzte er in Hypnose, von denen sich aber am Ende nur vier als geeignet erwiesen. Sie folgten auf eigentümliche Art und Weise den unterbewussten Anweisungen des Hypnotiseurs, der die Gäste augenscheinlich mit seiner Vorführung faszinierte. "Funktioniert das wirklich?", diese Frage hörte man nicht nur an einem der gut besetzten Tische.

Insgesamt können die Zenser mit ihrem diesjährigen Heimatfest einmal mehr sehr zufrieden sein. Neben den Heimatfreunden als Ausrichter beteiligten sich unter anderem die Feuerwehr, die Kindertagesstätte, Vereine aus den Nachbarorten und nicht zuletzt die vielen fleißigen Hände im Hintergrund, zum Beispiel beim Kuchenbacken oder an den Kinderspielstationen, am Gelingen dieses Ereignisses.

Kerstin Seiler zeigt sich am Sonntag zufrieden, trotz der Wettereskapaden. "Wir hatten viele Teilnehmer und auch einige Zuschauer. Damit sind wir sehr zufrieden." Wenn die Veranstaltung angenommen werde, sei das auch eine Würdigung der ganzen ehrenamtlichen Anstrengungen im Vorfeld. "Und dafür, dass so viele mitgeholfen haben, kann man nicht genug Dankeschön sagen", so Kerstin Seiler.

   

Bilder