Lesen wird in Schönebeck groß geschrieben. Heute startet die Bibliothek mit einem Lesesommer. Auch die Kreisvolkshochschule bietet Veranstaltungen - an besonderen Orten.

Schönebeck l Eine Klinik, eine Zeitungsredaktion oder gar ein Bestattungsinstitut - Orte, die man nicht vordergründig mit Büchern in Verbindung bringen würde. Orte aber, die Geschichte haben und Stoff für Geschichten liefern. Solchen Gefilden wollen Silke Walkstein und Lars Buchmann beim Schönebecker Lesesommer der Kreisvolkshochschule nachspüren. "Es gibt so viele Genres in der Literatur, da bietet es sich an, sie thematisch passend mit einem Ort in Verbindung zu bringen", sagt Lars Buchmann und erklärt die Idee. Für die gibt es Partner. Die Stadtbibliothek, die auch einen eigenen, heute startenden Lesesommer anbietet, unterstützt und stellt Bücher zur Verfügung. Anliegen der Kreisvolkshochschule sei es, möglichst viele Menschen direkt, vielleicht auch in ihrer Umgebung ganz gezielt, mit Literatur zu erfreuen, so Silke Walkstein. Oder Neugierige über das Ungewöhnliche der Umgebung zu erreichen. "Schönebeck hat diese interessanten Orte, die vielen oft gar nicht bewusst sind, oder die für die Allgemeinheit ansonsten unerreichbar bleiben", so Lars Buchmann. An den Leseorten werde es deshalb immer auch Lesepaten geben, die etwas zu der Umgebung berichten.

Der Lesesommer umfasst sechs Veranstaltungen mit "breit gefächerten Themengruppen für jede Interessenslage", so Silke Walkstein. Und das langfristig. Denn Ziel sei es, die Veranstaltung zu etablieren. "Die Literatur soll einen festen Platz in der Schönebecker Kulturlandschaft bekommen", sagt Lars Buchmann.