Das Web-Radio Magdeburg und die Arbeitsgruppe Elbbrücke luden am Wochenende gemeinsam zum Barbyer Heimatfest ein.

Barby l AnMali, Durrdana oder Dschinis Töchter - Teile des Bühnenprogramms holten mit wehenden Tüchern und kreisenden Hüften die Reize des Morgenlandes an die Elbe. Harald Müller vom Web-Radio Magdeburg hatte der Stadt vor Monaten eine Veranstaltung angeboten, die an das Hochwasser 2013 erinnern und gleichzeitig Werbung für seinen Sender machen sollte. Er spendierte viele gute kulturelle Beiträge und das technische Drumherum. Während Ersteres gut ankam, war die Tontechnik zuweilen eine Zumutung für die Ohren und Nerven der Künstler.

Um keine Parallelveranstaltung zu machen, hatte sich die Arbeitsgemeinschaft Elbbrücke Barby in diesen Termin mit eingeklinkt.

Mit verschiedenen Aktionen wie Malwettbewerb, Brückenwanderung oder dem Einschlagen der Hochwassermarke 2013 im westlichen Brückenpfeiler wurde an den drohenden Abriss des denkmalsgeschützten Technik-Monuments erinnert.

Ein gewaltiger Regenschauer brachte für zehn Minuten die gesamte Veranstaltung durcheinander. Die Besucher flüchten in das Festzelt oder unter den Brückendurchgang. Zur Brückenwanderung war deswegen nur eine Handvoll Leute erschienen. Darunter zwei Brücken- und Bahnfans, die extra aus Berlin angereist waren. Rüdiger Frenzel erklärte die Geschichte des Bauwerks, die man fortan auch auf mehreren Info-Tafeln nachlesen kann.

Einen interessanten Beitrag leistete Otto Bleich, der zusammen mit seinem Schwiegersohn eine genial-einfache Leonardo-Brücke am Pegelhäuschen baute, die ohne Nägel und Schrauben auskam (Höhe 2,50, Spannweite 8,50 Meter!)

Unweit entfernt lud die evangelische Kirchengemeinde in den Schlosspark ein. Hier standen Kinderspiele und das Marionettentheater "Die Marios" bereit, die sich auf kindgerechte biblische Geschichten spezialisiert haben.

Zu den Höhepunkten des Web-Radios zählte eine Stadtwette. Bürgermeister Jens Strube hatte drei Stunden Zeit, um hundert Hochwasserhelfer in Gummistiefeln oder Warnwesten aufzutreiben. Nach rekordverdächtiger Anzahl von Telefonaten gelang es Strube wirklich, die Mindestzahl zu überbieten. Sehr hilfreich waren die Feuerwehren Gnadau und Barby, die mit großer Mannschaft anrückten. Der neue Landrat Markus Bauer (SPD) lobte die Gemeinschaft, die durch Feste wie dieses gefördert werde.

   

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