Schon wieder sind Bauarbeiter in der Salvatorkirche in Kleinmühlingen in Gange. Diesmal verwirklichen sie einen lange gehegten Traum: Die Sanierung des Gemeinderaums.

Kleinmühlingen l Nein, schön war er wirklich nicht mehr, der Gemeinderaum an der Südseite der St.-Salvator-Kirche. Der Putz hatte Risse, die Decke bröckelte und zu allem Überfluss war ein Teil der Ostwand eingestürzt, was quasi für eine Art natürliche Dauerbelüftung sorgte. Damit ist nun endlich Schluss, denn dank großzügiger Förderung vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), das die Maßnahme in das Leader-Programm aufnahm, und Mittel von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt kann die Sanierung des jahrhundertealten Bauwerks nun gleich an zwei Stellen weitergehen.

Fenster im Hauptschiff werden instand gesetzt

Da wären zunächst einmal die Fenster im Hauptschiff, die in den kommenden Wochen erneuert werden sollen. "Die alten Rahmen werden weiter verwendet", klärt Gertrud Schleußner vom Gemeindekirchenrat auf. Eine Spezialfirma übernimmt diese Arbeiten. In dem Zug werden übrigens auch die Türen in der Kirche aufgearbeitet, während allgemeine Renovierungsarbeiten so gut wie abgeschlossen sind. Sehr stolz ist der Gemeindekirchenrat, dass gemeinsam mit dem Kirchbauverein neue Lampen angeschafft werden konnten, die von der Seite aus nun das Hauptschiff ins rechte Licht tauchen. Die Mittel dafür stammen aus der großen Spendensammlung, die der Kirchbauverein vor einiger Zeit durchgeführt hat.

Mit Abstand die größte Baustelle ist jedoch die Renovierung des Gemeinderaums. Derzeit stellt sich die Situation dort folgendermaßen dar: Der Putz wurde abgeklopft, die Decke abgenommen. Außerdem fanden Stemmarbeiten unterhalb der Fenster statt. "Die werden vergrößert und dabei etwas tiefer gesetzt", weist Helga Sebon, Vorsitzende des Kirchbauvereins, hin. Anschließend werden die Wände neu verputzt. Das große Loch, das derzeit noch in einer Wand klafft, wird ebenfalls verschlossen, so dass der Raum zukünftig wieder gemäß seiner eigentlichen Bestimmung als Gemeinderaum genutzt werden kann. "Wenn alles klappt, sind wir bis zum Herbst fertig", hofft Schleußner, denn gerade in der kühlen Jahreszeit brauchen die Kleinmühlinger den Raum, der sich natürlich einfacher heizen lässt als die große Kirche.

Als letztes großes Projekt steht im Grunde nur noch die Renovierung der Orgel an. Auch dafür gibt es in Kleinmühlingen schon Pläne. Favorisiert wird hier eine "kleine" Lösung, denn eine umfassende Grundreinigung und Sanierung des gut hundert Jahre alten Instruments wäre zwar sicherlich möglich, aber einerseits nicht finanzierbar, andererseits auch gar nicht nötig, da die Orgel nicht regelmäßig bespielt werden würde.