Der neue Ortschaftsrat in Schwarz hat sich im Bürgerhaus konstituiert und Manfred Grimm für weitere fünf Jahre im Amt des Ortsbürgermeisters bestätigt. In der ersten Sitzung der neuen Legislatur wurden gleich erste Aufgaben in Angriff genommen.

Schwarz/Gottesgnaden l Sekt oder Selters? Diese Frage stellte sich am Dienstagabend nicht. Beides stand in ausreichendem Maße bei der Sitzung des Ortschaftrates auf den Tischen, neben dem schon obligatorischen Kaffee zu später Stunde. Damit unterstrich der alte und neue Ortsbürgermeister Manfred Grimm den besonderen Charakter einer konstituierenden Sitzung, schließlich sollen die Mandatsträger die Interessen und Anliegen des Dorfes in den nächsten fünf Jahren vertreten.

Als einziger Kandidat wurde der 71-Jährige mit vier Stimmen bei einer ungültigen Stimme im Amt des Ortschefs bestätigt. "Über das entgegengebrachte Vertrauen in meine Arbeit, auch bei der vergangenen Ortschaftsrats- und Kreistagswahl, freue ich mich", sagte der Sozialdemokrat, der Glückwünsche sowohl von Calbes amtierenden Bürgermeister Dieter Tischmeyer und Amtsleiterin Isabel Bartels als auch vom designierten Bürgermeister Sven Hause und Mario Kannegießer, Fraktionschef im Calbenser Stadtrat, entgegennahm. Als Stellvertreterin wurde Annemarie Lupkow gewählt.

Teichentschlammung kostet rund 60 000 Euro

Anschließend verabschiedete Manfred Grimm mit einem Blumenstrauß neben Nadine Haberland auch Hedda Scheunemann nach zehn Jahren aus dem Schwarzer Ortschaftsrat.

Neben den üblichen Formalien wurden im Gremium auch aktuelle Anliegen, die das 460-Seelen-Dorf betreffen, angesprochen. So informierte Dieter Tischmeyer unter anderem über den Stand der lange geforderten Entschlammung des komplett zugewucherten Dorfteiches. Nach Gesprächen mit Bördeland, das bereits Erfahrungen mit der Entschlammung der Kleinmühlinger Teiche gesammelt hat, wurde eine gemeinsame Besichtigung mit einer Fachfirma durchgeführt. "Das Pflanzenmaterial muss mit einem Bagger herausgenommen werden, sagte Tischmeyer. "Die Kosten für eine komplette Entschlammung wurden mit 60 000 Euro beziffert." Calbes Stadtoberhaupt sprach sich bei dieser Maßnahme für eine Förderung über das neu aufgelegte Leader-Programm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raumes aus. "Ich denke, es gibt gute Chancen für eine Förderung, bei einem entsprechend gut vorbereiteten Antrag."

Manfred Grimm mahnte wiederholt die Sitzungsfolge des Ortschaftsrates an. "Wir tagen immer nach dem Hauptausschuss in Calbe und haben kaum Chancen, uns zu Themen zu positionieren." Rückendeckung kam von Mario Kannegießer, der aber dafür plädierte, erst im kommenden Jahr die Sitzungsfolge zu ändern.