Die Mitglieder des Eggersdorfer Heimatvereins richten momentan ihre neuen, von der Gemeinde zur Verfügung gestellten, Räume her. Im Oktober sollen die ersten Gäste dort empfangen werden.

Eggersdorf l Als einige geschichtsinteressierte Bürger des Dorfes sich 1998 zusammen fanden, um einen Kultur- und Heimatverein zu gründen, war von der Einrichtung einer Heimatstube keine Rede. Entsprechend der Satzung ging es hauptsächlich um die Erhaltung des Brauchtums in der Region und der Erforschung der Historie des Ortes. Einige Vereinsmitglieder sammelten zwar alten Hausrat, zeigten ihn aber nicht in der Öffentlichkeit. Erst als die Gemeinde zwei Räume im ehemaligen Gemeindebüro dem Verein zur Verfügung stellte, reifte der Gedanke, eine Heimatstube einzurichten.

Die Sammelleidenschaft von altem Hausrat wurde nun zielgerichtet betrieben und im Dezember 2006 erfolgte die feierliche Eröffnung des kleinen Museums in der Reformstraße. Wo früher die Geschicke der Bördegemeinde über viele Jahre gelenkt wurden, kann man nun in die Geschichte eintauchen. Die Eggersdorfer brachten und bringen den Heimatfreunden weiterhin Ausstellungsstücke und besuchen auch gern die beiden Ausstellungsräume.

Die Heimatstube wurde Anlaufspunkt für Gespräche, historische Fotos werden betrachtet, Erinnerungen aus alten Zeiten geweckt, an ehemalige Eggersdorfer Bürger und deren Verdienste um die Gemeinde wird gedacht. Kurz gesagt, eine unerschöpfliche Quelle für die Chronikarbeit ist die Heimatstube geworden.

Die Ausstellungskapazität der beiden Räume war schon bald nach der Eröffnung erschöpft. Und wieder half die Gemeinde. Eine nicht mehr vermietete kommunale Wohnung, die an die Heimatstube grenzt, stellte die Gemeinde dem Verein 2014 zur Verfügung. Zwei weitere Räume vergrößern nun die Ausstellungsfläche. Hinzu kam noch ein kleiner Arbeitsraum für eine Kunstgewerbegruppe, die Kunstgegenstände aus Metall und Glas fertigt und sich dem Verein angeschlossen hat.

Die 32 Vereinsmitglieder unter der Leitung von Ronald Lindemann legten auch schon kräftig Hand an und begannen mit Umbauarbeiten. Eine ehemalige Verbindungstür wurde wieder geöffnet, neuer Fußbodenbelag verlegt, diverse Verputzarbeiten, Malerarbeiten und Säuberungsaktionen folgten. Jetzt steht die weitere Ausgestaltung der Räume nach bestimmten Sachgebieten auf dem Programm. Im Oktober erfolgt die Eröffnung und die Besucher können das neue Anwesen zum ersten Mal in Augenschein nehmen.