Lödderitz (pq) Ein Mähdrescher geriet am Sonntagnachmittag auf einem Feld bei Lödderitz in Brand. Der Fahrer bemerkte zuvor ein Abfallen der Motorleistung, bis dieser sich schließlich völlig ausschaltete. Daraufhin verließ er den Mähdrescher, aus dem am Heck bereits Flammen stießen.Um 13.19 Uhr ging der Alarm bei uns ein", erklärt Christoph Jäger, Ortswehrleiter der Feuerwehr Groß Rosenburg. Der Fahrer setzte den Notruf ab. Er habe panisch geklungen. "Ich dachte zunächst, dass er sich noch im Mähdrescher befindet", berichtet Jäger. Wenig später trafen die Kameraden aus Lödderitz und Groß Rosenburg der umliegenden Ortswehren am Feld zwischen Lödderitz und Rajoch ein. "Innerhalb von zehn Minuten hatten wir das Feuer zwar noch nicht vollständig gelöscht, die Flammen aber unter Kontrolle", erklärt Jäger.Auch Kameraden aus dem Nachbarkreis Anhalt-Bitterfeld unterstützten die Löscharbeiten vor Ort. "Ich war schon ein wenig verwundert, dass die Kameraden aus dem Nachbarkreis ebenfalls da waren, denn wir haben sie nicht alarmiert." Grund für das Ausrücken der Kollegen aus Diebzig, Wulfen, Drosa, Micheln und Klietzen war ein Notruf in der Leitstelle Anhalt-Bitterfeld aus Diebzig. "Ein Anwohner sah die Rauchschwaden von seinem Haus aus und rief deswegen die Feuerwehr", berichtet Marina Jank, Pressesprecherin der Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld. Erst auf dem Weg zum Einsatzort erfuhren die Kameraden, dass sich der Mähdrescher außerhalb ihres Einsatzgebietes befindet. "In einem solchen Fall drehen die Feuerwehrmänner nicht wieder um sondern kümmern sich natürlich trotzdem um den Brand", erklärt Marina Jank. Insgesamt 74 Kameraden waren mit neuen Einsatzfahrzeugen im Einsatz und verhinderten, dass sich die Flammen auf das Feld ausbreiteten. "Der Mähdrescher war nicht mehr zu retten, aber wenigstens ist der Fahrer mit dem Schrecken davon gekommen. Er hat wirklich Glück gehabt, dass er den Brand rechtzeitig bemerkte", weiß Jäger.Als Grund für den Brand im Maschinenraum vermutet Jäger das Platzen einer Leitung. "Eigentlich sollte so etwas heutzutage, dank moderner Sicherheitstechnik in den Landmaschinen, nicht mehr vorkommen. Leider passiert es trotzdem hin und wieder. Sobald Öl bei solchen Temperaturen austritt, ist die Brandgefahr enorm", erklärt er.Bernd Knopf, geschäftsführender Gesellschafter der Lödderitz und Breitenhagen GbR, ist der Besitzer des Mähdreschers. Er wollte sich gestern zum Vorfall nicht weiter äußern. Nach erster Schätzung der Geschäftsleitung beläuft sich der Schaden auf 400000 Euro. "Das wichtigste ist, dass niemand beim Brand verletzt wurde und das Feuer sich nicht auf das gesamte Feld ausbreiten konnte", erklärt Jäger.