Einen Ausblick der besonderen Art konnten in der letzten Schulwoche die Schüler der neunten Klassen und der Klasse 7b der Maxim-Gorki-Sekundarschule Schönebeck erleben. Von hoch oben konnten sie aus einem Segelflugzeug die Landschaft genießen.

Schönebeck l "Ein bisschen Angst habe ich schon", gesteht Justin Koch. "Fliegen ist nicht so mein Ding!" Der 13-jährige Schüler der 7b gehört damit zu den wenigen, die die Chance zu einem Segelflug nicht nutzten. Diese bot sich in den letzten Tagen vor den Sommerferien auf dem Flugplatz Zackmünde für die neunten Klassen und die Klasse 7b der Maxim-Gorki-Schule.

Schon seit einigen Jahren wird das Segelflugprojekt in den letzten Schulwochen angeboten. Über private Kontakte wurde Verbindung zum Fliegerclub Schönebeck hergestellt und eine kleine Tradition konnte sich entwickeln.

"Nicht nur für die Schüler, auch für uns ist es eine tolle Sache", freut sich Steffen Melcher vom Fliegerclub. "Wir möchten die Jugendlichen natürlich für das Fliegen begeistern und hoffen so auf Nachwuchs in unseren Reihen." Und begeistert waren die Jugendlichen, die sich in die Luft trauten.

Doch zuvor stand noch etwas Theorie auf dem Programm. Steffen Melcher erklärte alles Wichtige rund um das Fliegen und beantwortete alle aufkommenden Fragen der Schüler.

Nachdem alles geklärt war, ging es endlich los. Einige der Schüler waren aber natürlich ziemlich aufgeregt. "Ich schau mir das erstmal an und dann entscheide ich, ob ich mitfliege oder nicht", ist sich Josefie Franz noch nicht ganz sicher.

Sicher hingegen ist sich aber Timon Meyer. "Man bekommt nicht jeden Tag so eine Chance. Da hab ich mir gesagt, das mache ich auf alle Fälle", sagt der 13-Jährige. Auch Luca Stockmann hat keinerlei Zweifel. "Ich will als Erster fliegen!", sind seine Worte. "Ich bin schon mit einem Helikopter und mit Motorflugzeugen geflogen - mit einem Segelflieger jedoch noch nicht. Das wird bestimmt cool!" Und so kam es auch.

Luca bestieg als Erster zusammen mit Steffen Melcher vom Fliegerclub das doppelsitzige Segelflugzeug. Mit einem Zugseil, das vorn am Flugzeug angebracht ist, wird es von einem 300 PS starken Motor mittels einer an einem Traktor befestigten Seilwinde wie ein Drachen in die Luft gezogen. Steil geht es nach oben. Sehr steil! Und dann klinkt sich das Seil vollautomatisch aus. Der Flug beginnt. Lautlos.

Als Luca wieder am Boden ist, braucht es keine Worte, seine Gefühle zu beschreiben - das breite Grinsen über beide Ohren sagt alles.

Wer Lust hat, selber mal mit dem Segelflugzeug zu fliegen, kann sich an den Fliegerclub Schönebeck wenden. Auf der Webseite www.fliegerclub-sbk.de gibt es ein Kontaktformular. Man kann sich auch im Segelfliegen ausbilden lassen. Als Schüler kostet dies 36 Euro im Monat, Flugstunden inklusive. Auch dafür kann man sich jederzeit anmelden.