Calbe/Schwarz l Die Zeit ist reif für die marode Betonplattenpiste mit ihren mit Teer gefüllten Querfugen. Bislang haftet dem Abschnitt der Landesstraße (L) 63 zwischen Calbe und Schwarz sowie zwischen Schwarz und Trabitz ein morbider DDR-Charme an.

"Der damalige VEB Straßenbau Calbe baute von 1985 bis 1988 die Betonfahrbahn der L 63", weiß Peter Mennicke vom Landesverkehrsministerium zu berichten. Seitdem hat sich an der Fahrbahn nicht wirklich viel getan. Doch das hat nun ein Ende.

Umleitung erfolgt über Zuchau, Gerbitz, Nienburg

Ab kommenden Montag, 4. August, werden die Baufahrzeuge anrollen, die Fahrbahn abfräsen und eine Asphaltschicht aufbringen. "Es wird abschnittsweise unter Vollsperrung gebaut", erklärt Mennicke auf Nachfrage. Dabei ist geplant, zunächst von Tippelskirchen bis Schwarz (bis 8. August), dann in Schwarz (11. bis 20. August) und abschließend von Schwarz bis hinter den Abzweig nach Trabitz (21. bis 30. August) zu bauen.

Die Anwohner von Schwarz hätten jedoch jederzeit die Möglichkeit, ihren Wohnort zu erreichen, entweder aus westlicher oder aus östlicher Richtung. Nach Aussage des Straßenverkehrsamtes des Salzlandkreises wird der Baubetrieb die Zufahrt zu den Grundstücken überwiegend gewährleisten. Die Baufirma habe alle Anwohner, die zeitweise von Sperrungen betroffen sind, rechtzeitig informiert, so Mennicke weiter. Die Umleitung des Verkehrs zwischen Sachsendorf und Calbe erfolgt zeit- und kilometeraufwändig in beiden Richtungen über Nienburg, Gerbitz und Zuchau.

Land investiert in Erhalt rund 420.000 Euro

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass aufgrund der Maßnahme die Betriebszeit der Gierseilfähre zwischen Calbe und Gottesgnaden ausgeweitet wird. Zur Absicherung der Erreichbarkeit der Ortsteile während der Bauzeit wird die Fähre ab Montag bis auf Weiteres durchgängig zwischen 6 und 20 Uhr über die Saale pendeln. Angesichts der langen Umleitungsstrecke für Pendler eine überlegenswerte Alternative.

Mit der geplanten Ortsumfahrung Calbe Süd hat die anstehende Baumaßnahme allerdings nichts zu tun. Bei der Sanierung des Straßenbelages der L 63 handelt es sich um eine Erhaltungsmaßnahme an einer bestehenden Straße. "Die Auftragssumme beläuft sich auf rund 420.000 Euro", sagt Mennicke. Baulastträger ist das Land.