Calbe l Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Toten und vier Verletzten, darunter ein Kind, auf der Autobahn 14 mussten am Freitag auch Calbenser Einsatzkräfte ausrücken.

Der Alarm ging um 10.13 Uhr in der 24-Stunden-Rettungswache der Johanniter in der Bernburger Straße ein. Unverzüglich machten sich zwei Rettungstransportwagen und ein Notarztfahrzeug mit je zwei Mann Besatzung auf den Weg über Brumby zur Autobahn.

"Zur Bergung mussten wir auf Einsatz schwerer Technik warten."

Nach Auskunft der Rettungswache sei ein leicht Verletzter ins Krankenhaus nach Bernburg gebracht worden. Der schwer verletzte Fahrer, der im zuletzt auffahrenden Lkw eingeklemmt wurde, ist mit dem Magdeburger Rettungshubschrauber Christoph 36 in das Hallenser Klinikum Bergmannstrost gebracht worden.

"Es war nicht einfach, den schwer Verletzten mit unserem Spreizer aus dem Führerhaus zu schneiden", sagt Calbes stellvertretender Wehrleiter Jan Roschkowski kurz nach dem Einsatz bei hochsommerlichen Temperaturen. Die Saalestädter rückten zusammen mit den Wehren aus Welsleben, Brumby und Förderstedt aus. "Insgesamt waren 42 Mann im Einsatz", sagt Roschkowski gegenüber der Volksstimme.

Ebenso war es an den Calbensern, den Toten aus dem völlig zerquetschten Kleintransporter mit polnischem Kennzeichen zu bergen. Dessen Fahrerbereich hatte sich durch die Wucht des Auffahrens unter den Hänger des Lasters geschoben. "Wir mussten auf das Eintreffen eines schweren Rüstzugs warten", sagt Roschkowski. Zwei Kräne hoben schließlich den Anhänger des Lkw an. Erst danach habe die Bergung der männlichen Leiche beginnen können, so Roschkowski.

Nach mehr als vier Stunden im Einsatz kehrten die Calbenser wieder in das Feuerwehrdepot in der Arnstedtstraße zurück. Wegen den Fahrzeugbergungen blieb die Fahrbahn noch Stunden gesperrt.

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