Die Schönebecker Feuerwehren sind um wichtige Ausrüstungsgegenstände reicher: Aus Spenden wurden zwei Schnelleinsatzzelte angeschafft.

Schönebeck/Ranies l Im Einsatz kommt es auf jede Minute an. Da ist es wichtig, dass Rettungskräfte alle Zeit finden, sich mit in Not befindenden Menschen zu befassen als mit der eignen Technik. Die Ausrüstung der Schönebecker Feuerwehren ist jetzt um zwei neue Schnelleinsatzzelte im Wert von zusammen 5000 Euro reicher. Ihr Kauf ist durch Spendengelder ermöglicht worden.

Die Unterstände sollen Menschen in Notlagen wie Einsatzkräften gleichermaßen schnell ein mobiles Dach über den Köpfen bieten können. "Die Zelte können zum Beispiel bei Brandeinsätzen mit Evakuierungen von Bürgern als Unterschlupf, bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern als Vorbereitungsraum, als Bereitstellungs- und Regenerationsraum für Atemschutzgeräteträger, als Führungspunkt bei Einsatzabschnitten, bei Massenanfall von Verletzten oder als Verpflegungspunkt bei größeren Lagen genutzt werden", zählt Gunnar Ullrich, stellvertretender Wehrleiter aus Ranies, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auf.

Einsatzzelte kommen allen Feuerwehren zugute

Die Feuerwehren Ranies und Bad Salzelmen werden künftig über die Zelte wachen. "Ranies besitzt eine Verpflegungsabteilung und Salzelmen einen Einsatzleitwagen. Diese Fahrzeuge sind bei größeren Schadenslagen immer mit draußen", erklärt Salzelmens Wehrleiter Steffen David die Verteilung. "Grundsätzlich dienen die Zelte aber allen Feuerwehren der Stadt."

Kompakt, aber effektiv - so könnte die Handhabe der Zelte umschrieben werden. Die mobilen Unterstände haben eine Grundfläche von vier mal vier Metern. So gebe es genug Platz für bis zu 15 Personen. Gekoppelt könnten die Zelte in ihrer Grundfläche erweitert werden. Sie sind aus einem speziellen Neoprenstoff gefertigt, der wasserundurchlässig ist. "Das ist ein Material, welches vielfältig bei der Feuerwehr, bei anderen Rettungskräften, beim Katastrophenschutz oder dem Militär - also bei allen sogenannten Forcekräften - zum Einsatz kommt", sagt Steffen David.

Der Vorteil der Einsatzzelte liege darin, dass sie leicht zu transportieren und ebenso einfach aufzubauen seien. Denn die Unterstände müssten zusätzlich zur Ausrüstung der Einsatzfahrzeuge mitgeführt werden, man könne nicht einfach andere Teile dafür im Feuerwehrhaus zurücklassen. Im geschlossenen Zustand können die Zelte in einer Art größerem Rucksack von einer Person getragen werden. Mittels Druckluft aus den Atemluftflaschen lassen sie sich von ein bis zwei Personen vor Ort aufrichten. Wehrleiter Steffen David: "Das sind die Flaschen, die ohnehin mitgeführt werden, um die Atemschutzgeräteträger zu versorgen."

Feuerwehr freut sich über Spenden für weitere Zelte

Ermöglicht wurde die Anschaffung der Zelte durch die Spende westdeutscher Wehren, die 2013 in Schönebeck bei der Flut mit im Einsatz waren. Die Leiter aller Stadtteilfeuerwehren haben sich nach einer gemeinsamen Beratung über die Verwendung der 5000 Euro für den Zeltkauf entschieden. Die Feuerwehr Schönebeck würde sich über zusätzliche Spendenmittel freuen, um noch weitere Zelte anschaffen zu können.

Unterstützer für die Anschaffung weiterer Zelte erreichen Stadtwehrleiter Ronald Mühlsiegel telefonisch unter (03928) 46 98 717 oder per E-Mail: R.Muehlsiegel@schoenebeck-elbe.de

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