Calbe (api) l Beim Besuch im April hatte Landesumwelt- und Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) den Calbensern Hoffnungen gemacht für eine geplante Anschaffung, die nicht aus dem Hochwasserfonds finanziert wird. Bürgermeister Dieter Tischmeyer (parteilos) favorisiert mobile Spundwände, die schnell als Barriere gegen steigende Wassermassen aufgebaut werden können.

Das Wassertor und der Mühlenhof seien zwei neuralgische Punkte, an denen die Saale bei Hochwasser in die Innenstadt schwappt. "Es gibt akuten Handlungsbedarf", sagt Tischmeyer. Mit dieser Anschaffung würde den Einsatzkräften beim nächsten Ernstfall das aufwändige und langwierige Sandsackverbauen an diesen Stellen erspart bleiben.

Vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt sei nun ein europäischer Fonds zum Jahresende in Aussicht gestellt worden, heißt es aus dem Rathaus. Um bei diesem Fördertopf nichts zu versäumen, habe das Stadtoberhaupt beim Ministerium für das Wassertor und den Mühlenhof Bedarf für präventive Hochwasserschutzmaßnahmen angemeldet.

"Bleibt zu hoffen, dass die Botschaft sich bewahrheitet und zu gegebener Zeit der entsprechende Fördermittelantrag auf der Basis einer vorliegenden Kostenschätzung gestellt werden kann", sagt Tischmeyer, der die Anschaffung auf rund 65 000 Euro beziffert.