Förderstedt/Löbnitz l Die Feuerwehr Förderstedt hat am Freitag die Hydranten in Förderstedt und am Sonnabend jene in Löbnitz überprüft. Das Ergebnis war teilweise alles anderes als gut.

Die Hydranten sind dazu da, im Brandfall Löschwasser zur Verfügung zu stellen. Deswegen gibt es oft mehrere pro Straße in regelmäßigen Abständen, ausgewiesen mit kleinen Schildern an der Hauswand.

Die Hydrantenprüfung führt jede Feuerwehr in ihrem Ortsteil einmal pro Jahr durch. Der Auftrag dazu kommt von der Stadt, die absichern muss, dass die Löschwassereinrichtungen auch ihren Zweck erfüllen. Für die Überprüfungen bekommen die Kameraden eine Karte von den Orten und die genauen Standorte der Hydranten. In Förderstedt hatte eine Gruppe aus vier Kameraden 58 Hydranten kontrolliert, eine weitere Gruppe 52 Hydranten. In Löbnitz waren es 15.

"Wir prüfen zum einen, ob der Hydrant sich richtig öffnen lässt, sprich ob der Deckel in Ordnung ist. Dann ob das Wasser mit ausreichendem Druck durchfließt, ob alle Hydranten ausgeschildert sind und schließlich, ob der angegebene Standort richtig ist", erklärte die Kameradin Bianca Zaschke.

Sie machte mit den Kameraden Matthias Arms und Daniel Sowka in einem kleinen Mannschaftstransportfahrzeug am Freitag am Klei, am Bahnhof, am Athenslebener Weg und den dortigen Nebenstraßen die Runde, während eine weitere Gruppe mit vier Mann woanders im Löschfahrzeug unterwegs war. Im Bereich von Bianca Zaschke waren die Hydranten noch halbwegs tauglich für den Brandfall. "Hier funktionieren sie zwar alle, geben allerdings wenig Wasser ab", sagte sie.

Ihr Ehemann und ebenfalls Kamerad bei der Feuerwehr, Ralf Zaschke, meldet von seinem Einsatzort andere Szenarien: "Hier gibt es verschlammte Hydranten und solche, die gar kein Wasser mehr abgeben. Wir haben auch welche gefunden, die gar nicht mehr zu öffnen waren", erklärte der Feuerwehrmann. Die Mängel haben vor allem die Magdeburg-Leipziger Straße in Förderstedt betroffen.

"Er verstreicht wertvolle Zeit bei Situationen, in denen jede Sekunde zählt."

Wenn es hier brennt, wird die Wasserentnahme für die Feuerwehr zum Problem. "Wir müssen uns dann natürlich an den nächst gelegen Hydranten, der funktioniert, anschließen. Unsere Schläuche sind ja auch lang genug", erklärt Bianca Zaschke. Aber ein Problem gibt es dabei: Es verstreicht wertvolle Zeit in Situationen, bei denen jede Sekunde zählt.

Daher ist es jetzt Aufgabe des Wasser- und Abwasserzweckverbands Bode-Wipper, die Mängel zu beheben. Die Liste mit den Defekten kann die Feuerwehr dem Verband ab heute übergeben.

Schon im vergangenen Jahr wurden viele Defekte an den Hydranten festgesellt, die aber noch gravierender als die jetzigen waren.