"Kennen Sie Ihre Heimat?" hat die Volksstimme in dieser Woche wieder gefragt. Viele Leser haben mitgeraten und wussten die Lösung. Es ist der Reuterplatz in Frohse mit dem ehemaligen Pfarrhaus.

Schönebeck l Agnes Schulz hat ihre Archive durchkramt, als sie am Dienstag das Heimaträtselbild in der Volksstimme gesehen hat. Dabei ist die Schönebeckerin auf ein interessantes Detail gestoßen. Eine Notiz aus der Schönebecker Zeitung. "Dabei handelt es sich um die Nachricht über den Pfarrhausneubau vom 4. Oktober 1888", sagt Agnes Schulz. Es heißt dort: "Frohse, 3. October. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr fand die Grundsteinlegung zum Pfarrhausneubau in Frohse statt...". Unsere Leserin hat sogar noch ein Bild des Vorgängergebäudes, das sie der Redaktion freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Agnes Schulz beweist auch hier den Blick für das Detail: "Wie man sieht, haben die beiden Kastanien das links stehende Gebäude überlebt. Im Garten steht übrigens ein alter Walnussbaum, für den es noch die Rechnung der Baumschule Beyme vom 29.10.1890 gibt."

Genau hingeschaut hat auch Harald Bahr von Ehrenberg. "Das aktuelle Rätsel ist ein Heimspiel für die Bewohner von Frohse. Im linken Bildrand sind Kirchtürme zu sehen. Es ist die 1861 erbaute St. Laurentii-Kirche. Das Gebäude mitten im Bild ist das Pfarrhaus am Reuterplatz Nr. 6. Das heutige Erscheinungsbild des Ortes hat sich doch ein wenig verändert, wohl nicht das Haus im Bild selbst, obwohl der Baum doch ganz erheblich größer geworden ist, sondern die alte Gastwirtschaft von `Tante Linda` welche einst links daneben stand, fehlt."

Renate Behrendt aus Schönebeck erinnert sich an ein weiteres Geschäft. "Neben dem Pfarrhaus ist früher die Fleischerei Katschmarek gewesen", berichtet sie der Redaktion am Telefon.

Das Pfarrhaus von Frohse wird heute vielfältig genutzt. Bis vor kurzem fanden hier die Gottesdienste der Gemeinde statt, weil das Gotteshaus selbst als Lager für einen Restaurierungsbetrieb dient. Inzwischen gibt es einen kleinen Anbau an St. Laurentii und auch der Chorraum ist wieder hergerichtet und bietet einen feierlichen Rahmen für alle möglichen Andachts- und Begegnungsformen. Das Pfarrhaus ist noch Wohnhaus und der evangelische Kindergarten St. Laurentii hat hier eine schönes Heim bekommen. Und diese Tatsache hat Heidi und Günter Mewes das Raten leicht gemacht. "Unsere Enkelin Sophia, sie ist fünf Jahre alt, hat sofort gesagt: Das ist mein Kindergarten", berichtet uns Heidi Mewes.

Auch Heinz Finke wusste die richtige Lösung. Er schreibt: "Der Stadtteil Frohse ist älter als Schönebeck und hatte nach der Inflation Notgeldscheine." Zudem hatte hier früher die Straßenbahnlinie 14 von Magdeburg ihren Endhaltepunkt.

Die richtige Lösung wussten auch Thomas Jaeckel, Frank Meyer, Simone Held und Horst Spiegel. Gewonnen hat Frank Meyer. Herzlichen Glückwunsch. Für ihn steht ab Montag ein kleines Geschenk in der Redaktion, Hellgestraße 71 in Schönebeck, bereit.

 

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