Es ist ein Unikum, das Würstchenschnappen in Kleinmühlingen. Und es hat auch nach 120 Jahren noch nichts an Reiz eingebüßt. Beim Sommerfest des Kirchbauvereins drehte sich wieder alles um das Spektakel auf der berühmt-berüchtigten Rolle.

Kleinmühlingen l "Es gibt wohl keinen Mühlinger, gleich welchen Alters, der sich nicht an dieses Gefühl zwischen Hoffnung und Bangen erinnert", ist sich Helga Sebon vom Kirchbauverein Kleinmühlingen sicher, wenn sie vom Würstchenschnappen erzählt. Die Reaktionen am Sonnabend beim Sommerfest geben ihr Recht. Kinder jeden Alters umlagern die Schnapp-Vorrichtung. Die Älteren schauen sich begeistert die ausgestellten Fotos an, erkennen ihre Eltern, sich, ihre Kinder. Diese Tradition verbindet Generationen, ja ein ganzes Dorf. Die Mitglieder des Kirchbauvereins haben das Sommerfest wieder liebevoll vorbereitet. Da in der Kirche gebaut wird, konnten sie erst am Abend zuvor zu Feger und Besen greifen. Und dabei erhielten sie Unterstützung von anderen, sagt Helga Sebon ganz herzlich "Danke". Glücklicherweise hält das gute Wetter durch. So gibt es vor der Kirche Kaffee und Kuchen - beim Backen haben Frauen aus dem Ort geholfen. Dazu erklingen kurzweilige Töne vom Schalmeienorchester. Aus Anlass des Jubiläums - 120 Jahre Würstchenschnappen - hat übrigens Veronika Sauerzweig eine nette Idee: Urkunden für diejenigen, die sich auf der Rolle eines der gesponserten Würstchen sichern. Also für alle. Denn über kurz oder lang haben die "Betreiber" Hans-Walter Czyborra und Dietrich Zickner ein Einsehen und lassen die Wurst im Mund landen.

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