Schönebeck (fw) l Die Dachbalken sind eingefallen, Schutt liegt herum, ein Baukran ist bei der Arbeit. Das Haus an der Kreuzung Garbsener Straße / Wilhelm-Hellge-Straße, welches die Stadt vor kurzem noch sichern musste, wird nun abgerissen. "Sie können schreiben, dass das Grundstück verkauft wurde", verrät ein Arbeiter auf dem Gelände. Die Ruine wird also nicht im Auftrag der Stadt beseitigt, sondern von dem neuen Eigentümer des Grundstückes. Das bestätigt Hans-Peter Wannewitz, Pressesprecher der Stadt Schönebeck.

Dem neuen Besitzer ist es zu verdanken, dass nicht, wie in vielen anderen Fällen, die Stadt Schönebeck den Abriss eines stark verfallenen Gebäudes veranlassen muss. "Die Stadt hat vor einiger Zeit Balken zur Einsturzsicherung am Gebäude aufgestellt", teilt Pressesprecher Wannewitz mit.

Schon in der Vergangenheit hatte sie den Eigentümer, den sie namentlich nicht nennen möchte, zum Handeln aufgefordert. Jedoch ohne Erfolg. Selten sei es in solchen Fällen, dass der Eigentümer sich irgendwann doch noch selbst um den Abriss bemühe. Die Stadt habe dann die Möglichkeit, Bußgelder auszusprechen. In vielen Fällen gelinge es jedoch nicht einmal, Kontakt zum Eigentümer herzustellen, so Wannewitz. Im Zuge der sogenannten Ersatzvornahme wird dann die Stadt aktiv, um eine Hausruine zu beseitigen und den umliegenden Verkehr zu schützen.