Nach einem recht passablen Juli sind die Gästezahlen des Seeparks Barby im August regelrecht eingebrochen. Schuld daran ist das verregnete Wetter. Am kommenden Sonntag geht die Sommersaison mit einem weinenden Auge offziell zu Ende.

Barby l "Wenn Sie mit Gast auch Wasservögel meinen, dann haben wir soweit ich sehen kann gerade einen zu Besuch", sagt Strandbad-Verantwortlicher Daniel Schulz gestern Nachmittag und blickt aus dem Fenster des Verwaltungsgebäudes zum Strandbereich des rund 62 Hektar großen Sees. Der graue Himmel ist wolkenverhangen, das Wasser ist mit 19 Grad genauso warm wie die Luft.

"Nach zwei Tagen Regen braucht es drei Tage durchgehend Sonne, damit Besucher wieder zum Baden kommen."

Dennoch hat kein einziger Badegast den Weg zur Gnadauer Straße gefunden. Ein trauriger Anblick, den es im frühherbstlichen August häufiger gab. "Rund 1200 Badegäste hatten wir im vergangenen Monat zu verzeichnen", sagt Daniel Schulz beim Blick in die Besucherstatistik. Ein Wert, der nicht annähernd an den sonst besucherstarken August sonniger Jahre reicht. "Petrus hat uns in diesem Monat richtig eins vors Schienbein getreten", meint Schulz. Lediglich der "Hüpfburg Palast" ließ am vergangenen Wochenende noch einmal hauptsächlich junge Besucher in den Seepark pilgern.

Wie stark die Besucherzahlen vom Wetter abhängig sind, zeigt ein Blick in den Juli, der in diesem Jahr hochsommerlich ausfiel. "Da hatten wir knapp 4000 Besucher", sagt Daniel Schulz. Der erfahrene Seepark-Verantwortliche kennt das Verhalten der Badegäste. "Nach zwei Tagen Regen braucht es durchgehend drei Tage Sonne, damit Besucher wieder zum Baden kommen". Auch eine negative Wettervorhersage beeinflusse sehr stark die Entscheidung, zum Strand zu gehen. "Selbst wenn bei uns kein einziger Tropfen fällt, bleiben die Leute zu Hause."

Am kommenden Sonntag, 7. September, wird der Barbyer Seepark seine Türen schließen und die Saison offiziell beenden. Danach wird Daniel Schulze die endgültige Besucherstatistik des Jahres 2013 erstellen. Sie wird sicherlich wieder die Grundlage für Diskussionen bilden, schließlich bleibt der Seepark bei der Bilanzierung von Einnahmen und Ausgaben für die Einheitsgemeinde ein Zuschussgeschäft, das von Jahr zu Jahr unterschiedlich groß ausfällt.