Wie auch im benachbarten Biere musste die konstituierende Sitzung des neu gewählten Ortschaftsrates in Welsleben wiederholt werden. Grund ist ein Formfehler bei der Einladung zur ersten Sitzung. Die Ergebnisse freilich unterscheiden sich inhaltlich nicht.

Welsleben l Alles auf Anfang. So hieß es auch für den Ortschaftsrat Welsleben. Ein Formfehler bei der Einladung zur konstituierenden Sitzung vor einigen Wochen machte die Wiederholung notwendig, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Diese zweite Sitzung ist nun am Freitagabend einberufen gewesen. Erneut stand die Verpflichtung der Räte auf der Tagesordnung, ebenso die Wahl des Ortsbürgermeisters sowie seines Stellvertreters.

Mit dem Wind der Generalprobe im Rücken

Dazu übergab Bördeland-Bürgermeister Bernd Nimmich die Leitung der Sitzung an den ältesten Rat, und das ist Erich Klapper. Die Verpflichtung seiner Kollegen nach Paragraf 32 des Kommunalgesetzes Sachsen-Anhalt war schnell erfolgt. Und wie bei der "Generalprobe" - so wurde die erste konstituierende Sitzung salopp bezeichnet - ging auch die Wahl des Bürgermeisters rasch über die Bühne. Steffen Kaden erhielt das uneingeschränkte Vertrauen der insgesamt sechs Ortschaftsräte. Er bedankte sich für die Wahl.

Vereidigt werden musste Kaden nicht, wie Bernd Nimmich feststellte, da er auch bislang Ortsbürgermeister war und die Kette damit nicht unterbrochen wurde.

Ebenso bekam der bisherige Stellvertreter Eckehard Horrmann das uneingeschränkte Vertrauen. Seine Entgegnung auf die Wahl in Richtung Steffen Kaden: "Wir haben gut in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Diese Arbeit möchte ich gerne fortsetzen."

Dann mussten die Räte noch der Geschäftsordnung zustimmen, was sie taten, und die grundlegenden Elemente der Konstituierung Nummero zwei waren erneut erfüllt. Wie Steffen Kaden im Gremium auf Anfrage sagte, werde seine derzeit noch laufende Weiterbildung als Berufsfeuerwehrmann zum gehobenen Dienst in Frankfurt/Main in drei Wochen, was die Unterweisungen in der hessischen Metropole betrifft, abgeschlossen sein, so dass er dann wieder dauerhaft in Welsleben ist.

Bernd Nimmich äußerte sich zu wichtigen Angelegenheiten der Gemeinde und verwies auf das neue Feuerwehrauto, das Welsleben bald bekommen wird (siehe auch unten stehenden Artikel). Am 9. Oktober soll es vom Ausrüster aus Luckenwalde (Brandenburg) abgeholt werden. In punkto Sanierung der hiesigen Kindertagesstätte sagte Nimmich, dass es Mittwoch eine Bauberatung geben werde, um festzulegen, wann die Übergabe stattfinden soll. Schließlich müsste auch die Inneneinrichtung, wie Schränke und Garderoben, neu bestellt werden. Auf jeden Fall muss das geförderte Projekt bis 31. Dezember buchhalterisch abgerechnet sein. "Das wird noch ein Ritt", meinte Nimmich.

Seinen Worten nach habe der Salzlandkreis die Frist für die schriftliche Zuarbeit zur Beantragung von Fördergeldern aus dem Stark III Programm um sieben Tage vorverlegt (mit Stark III können finanzielle Mittel für die energetische Sanierung von Kindertagesstätten und Schulen beantragt werden). Kein Pappenspiel für eine eher kleine Verwaltung wie Bördeland. "Aber das schaffen wir auch noch", gab sich Nimmich optimistisch.