Zum 13. Mal haben Calbenser und zahlreiche Gäste dem würzigen Exportschlager mit einem bunten Fest gehuldigt. Zwei Tage lang drehte sich auf und um den Marktplatz alles um die Zwiebel.

Calbe l Reiner Tischler, Vorstandsvorsitzender der Erzeugergemeinschaft Mitteldeutsches Zwiebelkontor, muss hoch stapeln. "Ich habe angeordnet, die Bollen in den Hallen einen halben Meter höher als sonst zu stapeln." Und das hat seinen guten Grund, schließlich könnte Calbe in diesem Jahr eine Rekordernte erwarten. "90 von 270 Hektar der Bollenäcker sind bereits abgeerntet, 1000 Tonnen Zwiebeln bereits verkauft", erklärte Tischler beim traditionellen Rundgang durch die Zwiebelhallen am Brumbyer Weg. "Sehr früh, am 3. März, haben wir schon ausgesät. Dementsprechend früh ernten wir auch." Gelbe, rote und weiße Zwiebeln sowie Schalotten gehören zum Portfolio. "Mehr als ein Drittel geht ins Ausland", erklärt Tischler. Schirmherr, Landeslandwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens lobte das Engagement des Bollenvereins und frohlockte: "Die Zwiebel ist gut gegen viele Krankheiten. Gut, dass wir immer welche zu Hause haben." So wie die Ernte gestaltete sich vor dem voll beflaggten Rathaus auch das 13. Bollenfest. Zahlreiche Stände luden zum Verweilen ein, auf der Bühne wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Musik und Unterhaltung geboten, ein große Tombola kürte viele Gewinner, das Kuchenzelt lud wie die St.-Stephani-Kirche zum Kaffeetrinken ein. "25 Hoheiten aus vielen Bundesländern sind wieder unserer Einladung gefolgt", freut sich Bollenvereinsvorsitzende Ingrid Dupke-Jäschke. Tränen gab es schließlich nicht wegen der Zwiebel, sondern der Abkrönung der 12. Bollenkönigin Julia I. Sie gab ihre Krone an die bisherige Bollenprinzessin Josi I. weiter.

   

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