Feierlich übergeben wurde am Freitagvormittag die Sporthalle der Grund- und Sekundarschule "Am Lerchenfeld". Innerhalb von nur einem Jahr konnte das Gebäude für 1,3 Millionen Euro energetisch saniert werden.

Schönebeck l Die Beschreibungen, die die Politiker gestern fanden, waren treffend: Schatz, Schatulle und super Halle. Denn das, was die Stadt Schönebeck gemeinsam mit der Grund- und Sekundarschule "Am Lerchenfeld" feierlich in Besitz nahm, kann sich sehen lassen. Die energetische Sanierung der Sporthalle "Am Lerchenfeld" in der Berliner Straße ist abgeschlossen. Jetzt verfügen Schüler und Vereinssportler gleichermaßen über eine moderne Sportstätte.

Rund 1,3 Millionen Euro kostete die Sanierung, die nur innerhalb eines Jahres von der Stadt straff durchgezogen wurde. Fördermittel kamen auch von der Europäischen Union (EU) im Rahmen des Stark-III-Programms, das vor allem für die energetische Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten gedacht ist. Ingesamt steuerte die EU 800000 Euro bei, das Land 100000 Euro und die Stadt Schönebeck selbst 400000 Euro.

So stand nicht nur die Modernisierung der Halle einschließlich der Umkleideräume und Sanitäranlagen im Mittelpunkt, sondern vor allem der Umbau, um eine geforderte Energieeffizienz zu erreichen. Wie Oberbürgermeister Bert Knoblauch in seiner Begrüßung sagte, spare die Stadt im Jahr rund 12000 Euro.

Insgesamt ist das Stark-III-Programm eine Erfolgsgeschichte. Aus diesem Grund hat das Land eine erneute Förderperiode aufgelegt, die bis zum Jahr 2020 reichen soll. "Wir werden dafür 450 bis 500 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung stellen", erklärte Manfred Klein, Ministerialdirigent vom Finanzministerium Sachsen-Anhalt. Mit im Boot ist zudem die Investitionsbank des Landes, die in vielen Fällen den nötigen Eigenanteil der Kommunen über Kredit finanziert.

Voll des Lobes - und das hat die Stadt Schönebeck in den vergangenen Jahren auch nicht oft gehört - war der Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer. Er würdigte ausdrücklich die sehr gute Zusammenarbeit mit Schönebeck. Dem schlossen sich auch die Schulleitungen der Grund- und Sekundarschulen an. Britta Beinroth und Rüdiger Gröber übergaben einen Blumenstrauß und bedankten sich ausdrücklich für das gemeinsame Vorgehen mit der Verwaltung. Und das auch noch vor einem ganz speziellen Hintergrund: "Ich weiß, Lehrer sind nicht immer einfach", so Rüdiger Gröber.

Der Schulleiter der Sekundarschule erinnerte sich daran, dass er die Sporthalle vor 31 Jahren übernommen hat. Doch bei dauerndem Sport sieben Tagen in der Woche durch Schule und Vereine in der Halle habe man den Zahn der Zeit am Gebäude nagen sehen. Es musste etwas geschehen "Wir nutzen die Halle nicht nur sportlich, sondern auch mit gesellschaftlichen Programmen", erinnerte Schulleiter Gröber. Alljährlich werden zu Sportnacht und Benefizgala eingeladen, daran will die Schule auch in Zukunft festhalten.

Insgesamt besuchen rund 440 Kinder und Jugendliche die beiden Schulen: 250 Mädchen und Jungen die Sekundarschule, 190 die beliebte Grundschule. Die Schüler aber spielten gestern nur eine untergeordnete Rolle. Die Hauptakteure, die später einmal die Halle nutzen sollen, waren bis auf einige Sportler, die kurze Vorführungen vor den anwesenden Gästen zeigten, nicht eingeladen. Das merkte auch Ministerialdirigent Manfred Klein an. Er hegte trotzdem die Hoffnung, dass vielleicht einmal ein Schüler dieses Hauses Olympiasieger werden wird und später voller Stolz sagen kann, in welcher Halle er die ersten sportliche Schritte gemacht hat.

So hat sich in den vergangenen Jahren die Schule zu einem Schmuckstück entwickelt. Das Gebäude wurde modernisiert, die Sporthalle saniert. Mit einem spitzbübischen Lächeln merkte Rüdiger Gröber an, dass nun nur noch der Sportplatz fehle. Aber das wird eine andere Geschichte werden.

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