Schönebeck l Viel Geld ist in die städtebauliche Sanierung von Bad Salzelmen geflossen. Private Hauseigentümer als auch die öffentliche Hand investierten seit 1990 etliche Millionen Euro in die Verschönerung des Ortsteiles. Eigentlich müsste alles top schick sein - ist es aber nicht. Vom zunehmenden Leerstand der Geschäfte am Marktplatz abgesehen, verfallen nach und nach nicht mehr genutzte Gebäude. Kürzlich musste das ehemalige "Marktschlösschen" seinen Tribut zahlen: Der Abrissbagger kam und trug die Mauern ab. An der Stelle des durchaus geschichtsträchtigen Hauses ist das Nichts getreten. Nicht ganz: Unkraut sprießt in voller Pracht auf dem Grundstück. Das ärgert Stadtrat Manfred Pöschke (FDP/Rettet die Altstadt). Von der Verwaltung wollte er wissen, ob hier von öffentlicher Seite gehandelt werden kann. "Ich sorge mich bei diesem Anblick um den Heilbadstatus für Salzelmen", warnte Pöschke während einer Sitzung des Stadtrates.

Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) sagte zu dem beklagten Wildwuchs: "Können wir uns angucken. Wenn es privat ist, können wir versuchen, den Eigentümer aufzufordern, Abhilfe zu schaffen. Mehr geht leider nicht."

Außerdem: In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wollte Stadtrat Michael Schulz (CDU) von der Verwaltung wissen, mit welchem Gestein notwendige Ausbesserungsarbeiten am noch gar nicht so alten Pflaster des Salzer Marktes ausgeführt werden sollen. Baudezernent Guido Schmidt sagte: "Wir recherchieren noch. Die Aktenlage dazu ist aber dürftig." Auf jeden Fall sei eine Gewährleistung abgelaufen, über eine Versicherung nichts zu holen.