Plötzky (dw) l Die Wiederaufstellung der Roland-Figur in Plötzky jährt sich im kommenden Jahr zum zehnten Mal. Die Mitglieder des Heimatvereins nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um ein Fest auszurichten. Im Ortschaftsrat hat man sich jetzt auf Sonnabend, 3. Oktober 2015, als Termin dafür geeinigt, denn am 1. Oktober 2005 wurde der wiedererrichtete Roland der Öffentlichkeit übergeben. "Das Fest soll den Anlass gebührend würdigen und gleichzeitig das kulturelle Leben im Ort neu beleben", sagt Wilfried Kiske.

Der Vorsitzende des Heimatvereins hat erste konzeptionelle Ideen für das Rolandfest, die er am Mittwoch im Ortschaftsrat vorgestellt hat. So soll es einen Festakt am Roland geben. Ein Umzug führt danach zum Festgelände, entschieden wird noch, ob das auf dem Sportplatz oder dem Dorfplatz liegt. Eingeladen zum Umzug sind alle Vereine und Gruppen aus Plötzky, auch Schule, Hort, Singegruppe. Für die Versorgung sollen Gastronomen aus Plötzky gewonnen werden. Die Veranstalter stellen sich vor, dass Kaffee und Kuchen angeboten wird, ein Grillfest den Abend abrundet. "Alle Kräfte aus Plötzky könnten sich einbringen und zum Gelingen des Festes beitragen, gleichzeitig zusammen wieder etwas für den Ort auf die Beine stellen", so die Vorstellung Kiskes.

Der Roland steht im Mittelpunkt des Tages - vieles soll auf Tradition und Gegenwart von Plötzky als Rolandort aufmerksam machen. Vertreter anderer Rolandstädte werden eingeladen, die Rolandgruppe tritt in Kostümen auf, eine Laienspielgruppe stellt die Geschichte dar. Der Heimatverein will zum Jubiläum eine neue Broschüre erstellen mit dem Titel "Plötzky und sein Roland", kündigt sein Vorsitzender an. Videovorführungen und eine Bilddokumentation sollen an die Wiedereinweihung der Figur erinnern.

Die politischen Vertreter aus Plötzky haben der Idee eines Rolandfestes grundsätzlich zugestimmt. Jetzt beginnt der Heimatverein mit der Detailplanung. Vor allem die Kosten müssen noch genau definiert werden. Wilfried Kiske schwebt vor, dass der Heimatverein einen Eigenanteil aufbringt, Mittel von Sponsoren geworben werden, aber auch die Stadt einen finanziellen Zuschuss bereitstellt. Die Stadtverwaltung wie darauf hin, dass es im Rahmen des Sparkonzepts für den Haushalt seit 2010 nicht mehr möglich ist, Dorf-, Heimat- oder Kulturfeste mit einem Zuschuss zu bedenken. Möglich ist aber, dass der Verein im Rahmen der Kulturförderrichtlinie einen Antrag für einen Zuschuss stelle und der dann in der Etatplanung für das kommende Jahr Berücksichtigung findet.

Günstig wäre es in den Augen der Rathausmitarbeiter auch, wenn der Verein sich die eigene Gemeinnützigkeit bestätigen lasse. Dann könnte er Spenden von Sponsoren sammeln und dafür auch steuerlich absetzbare Spendenquittungen ausstellen. Das erleichtere möglicherweise die Suche nach Gebern, hieß es.