Gerald Fabian ist der neue Schützenkönig der Eggersdorfer Schützengilde "Hubertus". Er setzte sich beim Königsschießen gegen 19 weitere Mitstreiter durch.

Eggersdorf l Doppelte Ehre für Gerald Fabian: Beim Königsschießen der Schützengilde Hubertus in Eggersdorf setzt sich der Kleinmühlinger gegen 19 weitere Sportler durch und holt sich so die Königswürde. Er löst damit Georg Bubbel ab, der wegen beruflicher Verpflichtungen seinen Ehrentitel nicht verteidigen kann.

Mit dem Sieg ist eine Premiere verbunden, die an eine altehrwürdige Tradition anknüpft. Gerald Fabians Name wird als erster überhaupt eine der insgesamt zehn kleinen silbernen Tafeln der neuen Schützenkette schmücken. Die hat der Verein jetzt bei einem Goldschmied anfertigen lassen, die Schützenkette wird zum ersten Mal überhaupt überreicht. 1995 wurde die Gilde wieder ins Leben gerufen, nachdem es in den Weltkriegen und zu DDR-Zeiten still um das Schützenwesen in Eggersdorf geworden war. Davor gab es einen KleinKaliberschießclub im Ort.

Ob bereits früher im Vor- gängerverein eine Kette zu den Insignien der Majestätenwürden zählte, wissen die Schützen heute nicht. Aber die neue ist die erste nach der Wende. Im vergangenen Jahr gab es in den Reihen der Hubertus-Schützen erste Überlegungen, ein solches Schmuckstück zu erstellen. "Wir haben uns gemeinsam Gedanken über die Gestaltung gemacht", sagt Günter Benedix von der Gilde. Die Schützen haben sich dabei von einem Motiv der 800-Jahrfeier in Eggersdorf 2005 inspirieren lassen, das Künstler Klaus Schmidt gemalt hatte. Das Wappen von Eggersdorf, das der Schützen und markante Gebäude wie der Kirchturm oder "Die Linde" sind als Darstellungen zu sehen.

Dass Gerald Fabian als Erster nun die neue Kette bei offiziellen Anlässen trägt, gönnen ihm alle anderen. Denn der Kleinmühlinger hat maßgeblichen Anteil an ihrer Entstehung. Und er hat das beste Ergebnis. Dabei sei das Königsschießen gar nicht so einfach und in der Vereinssatzung reguliert, sagt Günter Benedix. "Die Herausforderung ist, dass immer mit einer ganz zu Beginn ausgelosten Vereinswaffe schießt, also nicht mit seiner eigenen." Das fördere die Chancengleicheit, verlange aber auch Konzentration. Die höchste Ringzahl waren dann 10 Ringe, die erreicht werden konnten. Dank von Sensoren und Computertechnik wurde diese Ringzahl aber ganz präzise gemessen und eine maximale Ringzahl von 10,9 konnte erreicht werden. Für den Laien zum besseren Verständnis, der Treffer der Ringzahl 10 war zwar ausschlaggebend, aber die Lage der Einschussstelle zum genauen Mittelpunkt der Scheibe war dann von entscheidender Bedeutung.

Bis zur Siegerehrung mussten sich die Teilnehmer in Geduld üben. Erst nach einem gemeinsamen Abendessen der Schützen mit den Angehörigen erfolgte die Auswertung mit der Bekanntgabe des Schützenkönigs. Udo Markowitz ehrte alle Sieger nach der Nennung mit einigen Böllerschüssen.

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