Die Kräfte bündeln und zusammen dem Gemeinwesen in der Saalestadt den Rücken stärken: Dieses Ziel hat sich das Soziale Netzwerk Calbe seit seiner Gründung auf die Fahnen geschrieben. Die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Sozialem haben Termine für bunte Aktionen in der Saalestadt festgezurrt.

Calbe l Wie wichtig das Wirken des Sozialen Netzwerkes Calbe innerhalb der Saalestadt ist, hat erneut die Wahl des Ortes für die gestrige Hauptversammlung gezeigt. Am Vormittag trafen sich die Vertreter der einzelnen Arbeitsgruppen im Rathaussaal.

Der frisch gebackene Bürgermeister Sven Hause versicherte gleich zu Anfang, die Arbeit des Netzwerkes weiter zu unterstützen und die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Foto-Wettbewerb und Forum zu Demenz

Andrea Zander vom Diakonieverein Burghof zeigte sich erfreut, dass die Arbeit des Netzwerkes mit der neugewonnenen Gemeinwesenkoordinatorin Anne Schüler neuen Schwung erhalten hat. Die Finanzierung bis 2016 konnte zu 75 Prozent über eine Maßnahme des Jobcenters sichergestellt werden. "Die restlichen 25 Prozent der Personalkosten decken wir über unsere Spenden", erklärte Zander. Damit sei das Büro im Gemeindehaus in der Breite 44 wieder besetzt. "So haben wir in unserer Arbeit wieder mehr Planungssicherheit", sagt Zander, die wie alle Mitstreiter auch Landrat Markus Bauer mit im Boot haben möchten.

Als neue Mitstreiter konnten mit Patricia König die Calbenser Malteser und Jürgen Kohtz als evangelischer Pfarrer von Calbe, Schwarz und Trabitz gewonnen werden. Der Theologe brachte sich gleich mit einer neuen und geförderten Projektidee ein: "Es wird einen Foto-Aktion in der Stadt geben", kündigte Jürgen Kohtz an. Dabei sollen Interessierte mit Einwegkameras ausgerüstet werden, die damit ihren Blick auf die Saalestadt zeigen können. Das kreative Ergebnis wird in der Volkssolidarität-Begegnungsstätte in der Feldstraße zu sehen sein.

Die Arbeitsgruppe stellt am 19. November ein Forum zur Demenzerkrankung auf die Beine. Die Gesprächsrunde wird ab 14 Uhr in der Begegnungsstätte einen Austausch zwischen Fachleuten und Betroffenen ermöglichen.

In Zusammenarbeit der Grundschule "G. E. Lessing" und der Sekundarschule "J. G. Herder" ist zudem ein Aktionstag geplant, in dem Kindern der Begriff der Inklusion näher gebracht werden soll. "Wir werden spielerisch vermitteln, wie es sich anfühlt, mit einer Behinderung zu leben", erklärt Schulsozialpädagoin Saskia Franke.

   

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