Schönebeck (dw) Die 40 Mitglieder samt Oberbürgermeister des Schönebecker Stadtrates müssen sich einer Prüfung unterziehen, die klären soll, ob und wie sie möglicherweise für die Stasi tätig gewesen sind. Das haben die Mitglieder während der Sitzung Donnerstagabend mit 22 Ja-Stimmen bei elf Nein-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen. Die Überprüfung ist das Ergebnis eines Antrages der SPD-Fraktion, der durch Änderungen und Ergänzungen der Christdemokraten im Rat erweitert wurde. Das Verfahren sieht jetzt vor, dass während der Sitzung des Rates im Dezember ein zeitweiliger Sonderausschuss mit fünft stimmberechtigten Mitgliedern gebildet wird. Die Stasi-Überprüfung wird durch den Vorsitzenden dieses Ausschusses von Amts wegen veranlasst und von dessen Mitgliedern durchgeführt.Dem Beschluss war eine kontroverse Diskussion vorausgegangen. Dabei ging es grundsätzlich um die Notwendigkeit einer solchen Kontrolle, aber auch um die Form und das Agieren des Sonderausschusses.