Die Arbeiten an der Trauerhalle auf dem Friedhof in Biere sind in vollem Gange. Dort werden mehr als 400000 Euro für ein neues Gebäude investiert. Fertigstellung soll im Mai nächsten Jahres sein.

Biere l Die Sorgenfalten auf der Stirn von Ortsbürgermeister Peter Buchwald (CDU) sind verschwunden. Nachdem der erste Bagger und die Arbeiter angerückt sind, war dies ein untrügerisches Zeichen, dass die Sanierung und der Anbau beginnen. Warum? "Wir mussten noch auf die Hinweise des Denkmalschutzes reagieren", drückt es Peter Buchwald diplomatisch aus. Der Hundergrund: Das gesamte Friedhofsareal steht unter Denkmalschutz einschließlich der im Jahre 1952 aus Kriegsmaterial gebauten Trauerhalle.

Wie dem auch sei: Was jetzt auf dem Bierer Friedhof geschaffen wird, kann sich sehen lassen. Die alte Trauerhalle, so berichtet es Peter Buchwald, wird von Grund auf saniert. Die große Problematik besteht darin, dass in die alte Fassade, weil es keinen Feuchtigkeitsschutz von unten gibt, eine Sperrschicht eingearbeitet werden muss. Dabei werden die Stützwände aufgeschnitten und Isoliermaterial eingezogen. Danach erhält die alte Trauerhalle eine "Frischekur": neue Fenster, neuer Boden, Dämmung, Farbe.

"Insgesamt aber ist die Trauerhalle für Beisetzungen zu klein. Wir müssen also noch etwas anbauen", berichtet der Ortsbürgermeister. Nördlich der alten Trauerhalle kommt der Anbau gegen das Gebäude. Auf jener Fläche wird derzeit die Baugrube ausgehoben und begradigt, in den nächsten Tagen soll die Bodenplatte aus Beton gegossen werden. "Unsere Planungen gehen dahin, dass wir noch vor den Winter mit dem Rohbau fertig sind", berichtet Peter Buchwald. Denn die kalten Monate sollen genutzt werden, um dann die nötigen Innenarbeiten geschützt ausführen zu können. Doch die Zeit drängt, denn wegen der Einsprüche des Denkmalschutzes und einem Planerwechsel ist das Bauvorhaben etwas in Verzug geraten.

Insgesamt wird die neue Trauerhalle, die im Mail 2015 fertiggestellt werden soll, 80 Personen Platz bieten. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 409000 Euro, wobei 75 Prozent vom Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung getragen werden. Der Eigenanteil kommt vom Windkraft-Förderverein Lorica.