Am vergangenen Sonnabend wurden 13 Hunde in den Sparten Schutz- und Begleithundprüfung bewertet sowie in Ausdauer, Unterordnung und Fährtenlegung. Organisator war die Ortsgruppe Gnadau des Schäferhundvereins.

Gnadau l Bereits zum 18. Mal wurde Roland Franke Pokalsieger des Wettkampfes. Dieses Mal mit seinem bildschönen zweijährigen Schäferhund Colt vom Helmetal. Er erzielte 271 von 300 Punkten. Den Hans-Gerhard-Franke-Gedächtnispokal errang ebenfalls Roland Franke, der Sohn des Vereinsgründers und heute Vorsitzender ist. Der Pokal erinnert an den 2006 verstorbenen Begründer der Gemeinschaft.

Der Wettkampftag begann wie alle Jahre wieder in Welsleben, wo auf einem Ackerstück die Fährten gelegt wurden. Auf dem 300 Schritt langen Weg in U-Form musste der Hund ein maximal fünf Zentimeter Holz- oder Filzstck finden, das den Geruch seines "Herrchens" trug. Die Fährte dufte je nach Prüfungsklasse zwischen 20 bis 60 Minuten alt sein.

Zum Prüfungsprogramm zählte auch eine Ausdauerprüfung. Dabei mussten die Vierbeiner 20 Kilometer neben dem Fahrrad herlaufen. "Damit soll er Beweis dafür liefern, dass der Hund imstande ist, eine körperliche Anstrengung bestimmten Grades zu leisten, ohne danach erhebliche Ermüdungserscheinungen zu zeigen", erklärte Roland Franke. Die mühelose Bewältigung der Leistung ist eine von mehreren Vorbedingungen für die Verwendung zur Zucht.

Der Großteil aller Prüfungen verlief für die Züchter erfolgreich. Die Ergebnisse werden in einer "Ahnentafel" eingetragen, wie sich die Abstammungsurkunde nennt. Darin findet man neben den Eltern des Hundes auch deren Großeltern, Urgroßeltern und Ur-Urgroßeltern. Dadurch wird ein Stammbaum aufgezeigt. Daneben finden sich auch Angaben zu Prüfungen, Titeln aus Prüfungen sowie Angaben zu medizinischen Befunden.

Nach dem Gnadauer Pokalwettkampf galt es deswegen noch eine Reihe "Papierkram" zu erledigen.

Roland Franke bedankt sich bei all seinen Helfern.

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