Der Solepark hat sein Geschäftsjahr 2013 mit einem leichten Minus abgeschlossen. Intern konnten fehlende Einnahmen wegen des Hochwassers ausgeglichen werden. Den städtischen Eigenbetrieb drücken zudem steigende Personalkosten.

Schönebeck l Die "rote Null" steht in der Bilanz des Soleparks für das Wirtschaftsjahr 2013. So bezeichnen sowohl die extern eingesetzten Wirtschaftsprüfer wie auch Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) das Ergebnis des städtischen Eigenbetriebs. In den Büchern ist ein Minus von 829,05 Euro dargestellt, es rangiert auf Vorjahresniveau. Die Stadt gleicht das Defizit aus. Als Ursache für den Verlust werden Umsatzeinbußen zu Zeiten des Hochwassers 2013 im Solequell genannt.

Grundsätzlich, das wurde jetzt im aktuellen Betriebsausschuss Kur und Gesundheitsverwaltung deutlich, wird dem Solepark solide Geschäftsführung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Mitteln durch Finanzexperten bestätigt. Die unabhängigen Prüfer finden keine Hinweise, dass mit dem 2-Millionen-Euro-Zuschuss der Stadt falsch gearbeitet wird, dass man nicht eigene Einnahmen zu steigern versucht, dass Verbindlichkeiten in Krediten nicht bedient werden. Im Gegenteil. Bei der Wirtschaftsprüfung jetzt wurde deutlich, dass die Soleparkleitung flexibel auf äußere Gegebenheiten reagiert und so verhindert, den gesetzten Finanzrahmen zu sprengen. Auf das Ergebnis drück 2013 das Hochwasser vom Juni. Vor allem im Solequell, in dem der Eigenbetrieb die meisten Einnahmen generiert, blieben die Besucher aus, dementsprechend auch die im Plan vorgesehen Eintrittsgelder. Die Umsatzerlöse aus dem Kurbereich lagen bei 2,3 Millionen Euro. Allein 2 Millionen Euro kommen aus dem Bad. Weil zum 1. Januar 2013 die Eintrittspreise angehoben wurden, wurde der Besucherrückgang kompensiert. Aber große Gewinne bleiben eben aus. Rückläufige Besucherzahlen gab 2013 im Kurmittelbetrieb. Weil Arbeitskräfte krankheitsbedingt ausfielen, fielen auch Leistungen weg. Durch Umsetzungen ist das Problem jetzt behoben. Zudem richten Kurparkchefin Sibylle Schulz und ihr Team die Kur neu aus, um mehr Leute zu begeistern. Im Lindenbad entsteht in diesem Jahr noch eine neue Salzgrotte. Es soll künftig Angebote im Reha- und Gesundheitssport geben.

Um im Wirtschaftsjahr Verluste auszugleichen, hat die Soleparkleitung intern die Zügel straffer gezogen, Material-, Sach- und Werbekosten gespart. Dem stehen stetig steigenden Personalkosten aufgrund von Tarifanpassungen gegenüber. Ein Problem, auf das auch die Wirtschaftsprüfer hinweisen. So wird 2014 mit einem Anstieg von 154 000 Euro gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Das alles muss im Rahmen des städtischen 2-Millionen-Euro-Zuschusses gelöst werden, den die Finanzer auch als Risiko bewerten - denn der Kur- und Badbetrieb ist so immer von der Haushaltslage der Stadt abhängig.

Bert Knoblauch sagt dazu, dass die Strukturen samt Finanzierung als Eigenbetrieb so gesetzt seien. Die Stadt und der Solepark prüfen im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen deshalb derzeit auch eine Alternative mit dem Arbeitstitel "Freizeit GmbH", in der alle freiwilligen Kultur-, Kur- und Badleistungen in Schönebeck vereint werden. Ende des Monats soll verwaltungsintern ein erster Bericht dazu vorliegen. Der Kurausschuss hat den Jahresabschluss 2013 aber jetzt erst einmal bestätigt und die Betriebsleitung entlastet.