Regelmäßig veranstaltet Stephanie Ende in Welsleben Börsen für Baby- und Kinderartikel. Die eingenommenen Standgebühren stellt die Organisatorin gern der Schule und der Kindertagesstätte in ihrem Heimatort zur Verfügung.

Welsleben l So ein Börsen-Tag kann eine richtig wuselige Angelegenheit werden: Anmeldungen für die Verkäufer müssen entgegengenommen, Plätze an den Tischen zugewiesen werden, und wenn die neugierigen Käufer kommen, muss alles fertig sein. Da bedarf es eines kühlen Kopfes, um den Überblick zu behalten. Stephanie Ende aus Welsleben genießt diese Börsen-Tage richtig. Seit fünf Jahren organisiert sie die Aktionstage, bei denen Baby- und Kinderartikel - von der Kleidung bis zum Spielzeug - für kleines Geld den Besitzer wechseln. Von Hektik oder Unruhe lässt sich die 29-Jährige nicht anstecken. Im Gegenteil: "Je mehr Leute mitmachen, um so mehr Spaß macht es doch", sagt Stephanie Ende und begründet, weshalb sie immer wieder gern die Verkaufsaktionen in ihrem Heimatort organisiert.

An die Anfänge kann sie sich gut erinnern. "In den Orten rundherum gab es das überall, nur bei uns nicht", sagt Stephanie Ende. Anstatt zu warten, bis andere die Initiative ergreifen, hat sie die Sache selbst in die Hand genommen. Die erste Börse wurde ein großer Erfolg, damals gab es 30 Stände. Anfangs fanden die Verkaufsveranstaltungen noch in der Schule statt.

Heute ist die Baby- und Kinderartikelbörse im Gemeindesaal zu Hause, bei der letzten Auflage gab es 15 Stände. Viel Unterstützung erfährt Stephanie Ende von der Gemeinde, die die Räume zur Verfügung stellt, von den Mitgliedern der Feuerwehr um Wehrleiter Mario Brych, die Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stellen, und von den Verkäufern selbst. "Die meisten backen immer einen Kuchen, so dass wir allen Gästen auch eine kleine Verpflegung anbieten können." Die Börse wird zu dem, wie Stephanie Ende sie von Anfang haben wollte: "Ein gemütliches Schlendern und Stöbern."

Sicherlich sind die Kinder- und Babyartikelbörsen kommerziell ausgerichtet. Aber darauf kommt es der Organisatorin nicht vordergründig an. Von Anfang an führt Stephanie Ende nur Gutes im Schilde. Denn von den jeweils zwei Verkaufstagen im Jahr profitieren immer die Grundschule im Frühjahr und die Kindertagesstätte Die kleinen Welse im Herbst. "Das ist doch das Schönste, was man machen kann: Mit dem Geld den Kindern hier helfen", sagt Stephanie Ende, die Ausrichterin der Börsen.

Jetzt sind aktuell 165 Euro zusammengekommen. Über die finanzielle Unterstützung freuen sich die Mädchen und Jungen der Kita. "Wir haben im neuen Haus noch viele kleine Wünsche offen", sagt Leiterin Dorette Lorenz. Da geht es um Bastelmaterial oder um Spielzeug. "Ein bisschen Geld können wir immer gut gebrauchen." Zuletzt gab es auch etwas von der Salzlandsparkasse und ihrer Stiftung (Beitrag links). Für Dorette Lorenz ist die Hilfe von Stephanie Ende umso bedeutender, weil die Börsen-Macherin selbst in der Kinderbetreuung tätig ist. Daran, dass sie das Geld allerdings für sich nutzt, denkt Stephanie Ende nicht. "Nein, das fände ich nicht gut, wenn ich das so handhaben würde und so profitieren alle Kinder im Ort davon", sagt die 29-Jährige.

Der Termin für die nächste Frühjahrsbörse steht noch nicht fest. Aber Interessenten könnten sich April/Mai vormerken, so Stephanie Ende.