Volksfeststimmung in Welsleben: Mit einem Tag der offenen Tür haben die Mitglieder der Feuerwehr, die Welsleber und viel politische Prominenz das neue Feuerwehrfahrzeug in Empfang genommen.

Welsleben l Die kommenden Dienstnachmittage und -abende der Ortsfeuerwehr Welsleben werden nur ein Thema haben. Die große Resonanz des Tags der offenen Tür bei den Kameraden zeigt, es ist gerade das Thema in dem Bördelandort: das neue Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20). Der zusammengesetzte Name des Feuerwehrautos zeigt, der rote Riese ist ein Multifunktionsgerät. Ausrüstung und Tankvolumen sind so ausgelegt, dass das HLF bei Bränden genauso zum Einsatz kommen kann wie bei technischen Hilfeleistungen nach einem Verkehrsunfall, das genügend Wasser da ist um gleichermaßen ein brennendes Gebäude oder einen in Flammen stehenden Lkw abzulöschen. Gut 20 Jahre ist es her, dass letztmalig ein neues Auto auf den Hof des Welsleber Depots rollte. So wurde die Inempfangnahme am Sonnabend ein echtes Volksfest. Und das für die Gemeinde Bördeland in Welsleben stationierte Fahrzeug ist schon jetzt der ganze Stolz der Feuerwehrleute.

Doch es wird erst Anfang November so richtig zum Einsatz kommen (können). "Alle Kameraden aus dem Einsatzdienst machen sich in den kommenden Tagen mit dem Fahrzeug vertraut", sagt Welslebens Ortswehrleiter Mario Brych. Die Feuerwehrleute müssten wissen, wo was verstaut sei, wie man an die Geräte komme und wie alles funktioniere. Hilfreich sei, so Mario Brych, dass die Kameraden bereits während der Bauzeit des Einsatzfahrzeugs beim Hersteller in Luckenwalde gewesen seien, um eigene Vorstellen anzusprechen. "Die wurden auch umgesetzt, zum Beispiel was die Anordnung der einzelnen Aggregate angeht." Üben müssen jetzt auch die Maschinisten, die das HLF fahren und die Pumpen bedienen. "Der Tank ist mehr als doppelt so groß wie von unserem anderen Fahrzeug, das merkt man auf der Straße", sagt der Wehrleiter.

Insgesamt 350 000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet, Land und Gemeinde haben die Investitionskosten in Kooperation gestemmt. Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich sagt, wie wichtig die Ausstattung der Feuerwehr Welsleben und damit auch des gesamten Löschbereichs Bördeland Nord - an der Autobahn - sei, dessen Kameraden ein so großes Aufgabenspektrum zu bewältigen hätten. "Der Bund baut die Autobahn, für den Ernstfall sind die Anrainer-Gemeinden verantwortlich. Das ist eine besondere Herausforderung, gerade weil die Einsätze mit besonderen Eindrücken bei den Kameraden und mit hohen Kosten verbunden sind." Nimmich dankt den Freiwilligen für ihr nicht selbstverständliches Ehrenamt. Auch Mario Brych tut das und appelliert an die Politik, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Einsatzbereitschaft der Wehren auch personell gestärkt werden. Der Tag der offenen Tür bot am Sonnabend allen die Möglichkeit, das Fahrzeug genauer anzusehen.

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