Im Kinderbauernhof Calbe in der Großen Fischerei wird fleißig gehämmert, geschnitzt und gefeilt. Kinder, Eltern und Großeltern verpassen rund 60 Kürbissen ein individuelles Gesicht. Zur morgigen Halloweenparty wird der schönste Kürbis gekürt. Zur Feier haben sich knapp 100 Personen angekündigt.

Calbe l "Uff, das ist ne ganz schöne Arbeit", schnauft der vierjährige Pascal. Der Kleine steht an einem der Tische im Freigelände des Kinderbauernhofs. Dort fand sich gestern Nachmittag der erste Teil der kreativen Kürbisschnitzer ein. Der zweite Teil wird für heute Nachmittag erwartet.

"Jeder kann zwei Stimmen für die beiden schönsten Kürbisse abgeben. Die erste Stimme geht schließlich immer an den eigenen."

"Wir freuen uns über die große Resonanz", sagt Daniela Heyer vom Kinderbauernhof. Bei der 36-Jährigen haben sich für die morgige Halloweenparty 52 Kinder angemeldet, mit den Erwachsenen nehmen fast 100 Personen teil, das sind 40 mehr als im vergangenen Jahr. Sie alle wollen für die Feier einen besonders schönen Kürbis herstellen, schließlich wird dieser mit einem Preis gekürt. "Als Hauptgewinn winkt eines unserer Minischweine", verrät Daniela Heyer.

So wurde sich an der heimischen Melonenfrucht bereits kräftig ins Zeug gelegt. Nachdem die harte Schale sorgfältig poliert wurde, rückten Kinder und Erwachsene dem weichen Kern zu Leibe und löffelten die Kürbisse aus. "Auf unserem Bauernhof kommt nix um, unsere Minischweine lieben das Kürbisinnere als Abwechslung auf ihrem Speiseplan", sagt Daniela Heyer.

Danach ging es vor allem für die Großen ans Werk. Mit mächtigen Messern, Feilen und weiteren Hilfsmitteln stanzten sie filigrane Formen aus. Einige Kunstwerke erhielten mit buntem Spray den letzten Schliff. Welcher Kürbis schließlich das Rennen machen wird, entscheiden die Halloweengäste selbst. "Jeder kann zwei Stimmen für die schönsten Kürbisse abgeben. Die erste Stimme geht schließlich immer an den eigenen", sagt Daniela Heyer und ergänzt: "Ohne die Unterstützung der Gärtnerei Steffen aus Calbe, die 60 Kürbisse sponserte, wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen."

 

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