Einen denkwürdigen Auftritt legte die britische Bluesrockband Colosseum im ausverkauften Barbyer "Rautenkranz" auf die Bühne.

Barby l "I like the people in Ost-Deutschland", streichelte Frontmann Chris Farlowe die Seelen des angegrauten Publikums. Als er dann noch augenzwinkernd Liverpool mit "Karl-Marx-Stadt" verglich, hatte der 74-Jährige die Leute im Saal komplett auf seiner Seite.

Wenn man die Augen schloss, klang die britische Sängerlegende aus London nicht wie ein Herr im Betreutes-Wohnen-Alter, sondern über große Strecken wie vor einem halben Jahrhundert, als er mit einem gecoverten "Stones"-Titel einen Nummer-Eins-Hit in den britischen Charts landete. Die Band kam relativ unspektakulär und ein bisschen verspätet auf die Bühne, legte dann aber einen fulminanten Start hin. Gitarrist Clem Clempson, Saxofonistin Barbara Thompson und auch Trommler Jon Hiseman heimsten sich mehrere Zwischenapplause ein. So brillierte Letzterer, der auch als "Galionsfigur der britischen Drummer-Szene" bezeichnet wird, mit einem fast 15 Minuten andauernden Schlagzeuggewitter mit seinem "Doublebassdrumset" (zwei Fußmaschinen).

   

Bilder